Libanesische Community im Ruhrgebiet in großer Sorge nach Explosionen

Mohamad Al Masri und Amal Hamie sehen erschüttert die Explosionen in Beirut

Libanesische Community im Ruhrgebiet in großer Sorge nach Explosionen

  • Hilfe und Demo für Opfer in Beirut geplant
  • Angehörige im Ruhrgebiet machen sich Sorgen
  • Handyvideos zeigen Zerstörung

Nach der schweren Explosion im Hafen von Beirut am Dienstag (04.08.2020) sind die Libanesen im Ruhrgebiet erschüttert. Viele haben Angehörige und Freunde dort. Unter Tränen berichtet Amal Hamie dem WDR von ihrem Sohn, der mit Frau und Kind in der Nähe des Unglücksortes lebt. "Die Wohnung, Fenster und Türen zerstört. Die Nachbarn, viele gestorben."

In Essen werden gerade (05.08.20) mehrere Hilfsaktionen für die Menschen in Beirut auf die Beine gestellt. Mohamad Al Masri plant für morgen (06.08.20) eine Demo in Essen.

Schockvideos per Handy

Viele Verwandte und Freunde aus Beirut haben ihren Angehörigen im Ruhrgebiet Videos per Smartphone geschickt. Darauf ist zu sehen, wie Menschen im Nebel durch die zerstörten Straßenzüge irren. Sie erzählen von den Verletzungen und dass viele Menschen verschüttet worden sein. Das macht der Community in Essen große Angst. Neben Berlin und Bremen gibt es in Essen eine der größten libanesischen Communitys in Deutschland.

Bis zu 300.000 Bewohner seien durch die Explosion obdachlos geworden, heißt es von den Behörden in Beirut.

Stand: 05.08.2020, 10:58