Razzia gegen Schwarzarbeit in Dortmund

Razzia auf einer Großbaustelle. Zöllner kontrollieren Arbeiter.

Razzia gegen Schwarzarbeit in Dortmund

Von Franz Altrogge

  • Über 100 Zollfahnder in Dortmund im Einsatz
  • 232 Arbeiter von 45 Unternehmen kontrolliert
  • Kontrolle ohne konkreten Verdacht

Der Zoll hat am Dienstag (12.02.2019) eine Großbaustelle im Dortmunder Stadtteil Hörde kontrolliert. Es ging um Schwarzarbeit, Dumpinglöhne und Arbeiten ohne Aufenthaltsgenehmigung. 232 Arbeiter wurden kontrolliert. In mehr als 80 Fällen gab es Beanstandungen.

30 Autos bewegten sich mit Blaulicht zügig zur Baustelle in der Nähe der B 54. Innerhalb von wenigen Minuten war das gesamte Gelände in der Nähe von Phoenix-West abgeriegelt, selbst die Hinterausgänge Richtung Bundesstraße wurden bewacht. An der Stelle errichtet ein Dortmunder Unternehmen gerade einen Industriepark in der Größe eines Universitätscampus.

Mitarbeiter von 45 verschiedenen Firmen

Ein konkreter Hinweis auf Schwarzarbeit oder Betrug durch den Bauherrn lag nicht vor: solche Baustellen stehen bei den Zollfahndern allein schon wegen ihrer Größe unter Generalverdacht.

Das Geflecht von Sub- und Sub-Sub-Unternehmen lässt sich schwer kontrollieren. Mitarbeiter von 45 verschiedenen Firmen waren auf der Baustelle aktiv.

43 Arbeiter unter Mindestlohn bezahlt

43 Arbeiter wurden unter Mindestlohn bezahlt, weitere 40 Männer hätten dort nicht arbeiten dürfen: Einige sind Bezieher von Sozialleistungen, andere hatten keine Aufenthaltsgenehmigung oder waren nicht angemeldet.

Stand: 12.02.2019, 11:13

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