Razzia in Schrottimmobilien in Essen

Mitarbeiter der Stadt Essen stehen in blauen Westen vor einem Hauseingang

Razzia in Schrottimmobilien in Essen

  • Razzia in sechs Schrottimmobilien
  • Manche Häuser sind unbewohnbar
  • Schädlinge, Schimmel und keine Heizung

Am Mittwochmorgen (22.11.2017) hat die Stadt Essen in Zusammenarbeit mit der Polizei insgesamt sieben sogenannte Schrottimmobilien durchsucht. Gemeldet sind in den Häusern im Stadtteil Bochold rund 200 Menschen. 68 Personen wurden dort nicht angetroffen, teilte die Stadt mit. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass auch nicht gemeldete Personen dort scheinbar wohnen.

Festgestellt wurde, dass die Häuser zum Teil nicht mehr beheizbar waren. Außerdem sollen sie so stark von Schädlingen und Schimmel befallen sein, dass sie nicht mehr bewohnt werden können.

In den Wohungen gibt es auch teilweise keinen Strom mehr. Auch aus diesem Grund will die Stadt dafür sorgen, dass zumindest Familien mit Kindern heute noch woanders untergebracht werden sollen.

Mit der Aktion wollte die Stadt möglichen Betrug bei Sozialleistungen aufdecken. Die dort gemeldeten Personen aus Rumänien und Bulgarien werden nun überprüft. Beteiligt waren an der Razzia verschiedenste Ämter der Stadt Essen. Alle Personen, die dort gemeldet sind aber nicht angetroffen wurden, müssen nun damit rechnen, dass ihnen Sozialleistungen gestrichen werden. Sie würden aus allen System abgemeldet, schreibt die Stadt Essen in einer Pressemitteilung.

Stand: 22.11.2017, 09:19