Razzia bei Rockerklub Freeway Riders in Hagen

Großeinsatz der Polizei im Vereinsheim des Rockerklubs Freeway Riders in Hagen.

Razzia bei Rockerklub Freeway Riders in Hagen

  • Polizeieinsatz bei Rockerklub "Freeway Riders"
  • Rocker planten Halloween-Party
  • 150 Beamte und einige Spürhunde im Einsatz

Mit einem Großaufgebot hat die Polizei Menschen und Fahrzeuge im Umfeld einer geplanten Halloween-Party im Vereinsheim eines Rockerklubs in Hagen kontrolliert. Man habe den Klub der "Freeway Riders" besonders im Fokus, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagabend (31.10.2019). Der Klub sei zuletzt immer wieder auch strafrechtlich in Erscheinung getreten.

Die Polizei war mit rund 150 Beamten und einigen Hunden im Einsatz. Das Vereinsheim und die umliegenden Straßen wurden abgeriegelt und gesperrt, insgesamt 177 Menschen und 55 Fahrzeuge kontrolliert.

Dabei wurden mehrere Lang- und Kurzwaffen und Elektroschockpistolen gefunden. Die strafrechtliche Relevanz werden nun geprüft, teilte die Polizei am Freitag mit. Weil eine Genehmigung fehlte, wurde außerdem der Alkoholausschank auf der Feier untersagt.

Konflikt mit den "Bandidos"

"Wir werden den Druck auf die Rockerszene aufrecht erhalten", erklärte Einsatzleier Hubert Uhmann anschließend. Die "Freeway Riders" sind Teil des Rockermilieus in Nordrhein-Westfalen. Immer wieder sind in der Vergangenheit "Bandidos" und "Freeway Riders" in NRW aneinandergeraten.

Seit Mitte Oktober müssen sich vier Mitglieder der "Bandidos" in Essen vor Gericht verantworten, weil sie in der Nacht zum 13. Oktober 2018 in Gelsenkirchen ein Mitglied der "Freeway Riders" erstochen haben sollen. Die Hintergründe sind laut Anklage unklar.

Stand: 01.11.2019, 14:59