17 Festnahmen bei Großrazzia in Duisburg und Moers

Polizist mit Schusswaffe

17 Festnahmen bei Großrazzia in Duisburg und Moers

  • Razzia gegen Drogen- und Clankriminalität
  • Wohnungen und Gastronomiebetriebe durchsucht
  • 17 Festnahmen

Bei einer Drogenrazzia in Duisburg und Moers haben Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstagnachmittag (02.07.2019) 17 Menschen festgenommen, sie werden dem Haftrichter vorgeführt. "Alle Festgenommenen stehen im Verdacht, als Mitglieder von Banden mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge Handel getrieben zu haben", hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Sie sollten am Mittwoch einem Haftrichter am Amtsgericht Duisburg vorgeführt werden. Gegen 14 von ihnen hatten schon vor der Razzia Haftbefehle bestanden.

Drogen und Bargeld gefunden

Am Dienstag seien mehr als 20 Objekte durchsucht worden - unter anderem Wohnungen und Gastronomiebetriebe. Es wurden dabei "Drogen im Kilogrammbereich und erhebliche Bargeldbeträge" gefunden. Welche Stoffe gefunden wurden, teilten die Ermittler nicht mit. Widerstand gegen die Beamten habe es nicht gegeben. "Es gab einen gewissen Überraschungsmoment", sagte ein Sprecher. Es seien mehr als 100 Ermittler im Einsatz gewesen.

Zugriff nach monatelangen Ermittlungen

Erstmals werde in Duisburg in Bereichen des Stadtteils Hochfeld "das Instrument der strategischen Fahndung" angewendet, sagte der Sprecher. Die Polizei dürfe dort künftig verdachtsunabhängig, aber anlassbezogen Anhalte- und Sichtkontrollen durchführen.

Dem Polizeieinsatz gingen monatelange Ermittlungen voraus. Seit September 2018 observierten Beamte einer Ermittlungskommission der Duisburger Polizei die organisierte Kriminalität in beiden Städten.

Stand: 02.07.2019, 20:11