Verfolgungsfahrt durch die Dortmunder Innenstadt

Zwei Autos wurden im abendlichen Straßenverkehr unscharf fotografiert.

Verfolgungsfahrt durch die Dortmunder Innenstadt

  • Schauplatz war der Wall in der Innenstadt
  • Beliebter Treffpunkt der Raserzene aus dem Ruhrgebiet
  • mit 100 km/h durch den Gegenverkehr

Der weiße Mercedes war den Polizisten am Samstagabend (11.07.2020) auf dem Hohen Wall aufgefallen, weil er eine extrem laute Auspuffanlage hatte und schnelle Spurwechsel hinlegte. Der Fahrer ließ sich von den Anhaltezeichen der Beamten nicht stoppen, flüchtete mit mehr als 100 Stundenkilometern sogar durch den Gegenverkehr und geriet bei riskanten Fahrmanövern ins Schlingern. Passiert ist dabei zum Glück nichts. Erst auf dem Großmarkt endete die Verfolgungsfahrt.

Dort hatten in einer Sackgasse zwei Einsatzfahrzeuge die Weiterfahrt versperrt. Die Polizisten zogen vier Personen aus dem Wagen und fixierten sie am Boden. Die Männer verwickelten sich in Widersprüche, wem der hochmotorisierte Pkw gehört. Der Führerschein des Fahrers war zur Fahndung ausgeschrieben, er hatte ihn aber nicht dabei. Die Polizei ermittelt gegen ihn unter anderem wegen der Teilnahme an einem illegalen Rennen.

Mit Kontrollen und Blitzern gegen Raser

Seit vielen Monaten kämpft die Polizei in Dortmund gegen die Tuning- und Raserszene am Wall. Mit verschärften Kontrollen und mehr Blitzgeräten geht sie gegen die Raser vor. Regelmäßig trifft sich die Szene an den Wochenenden an der sogenannten "Boxengasse" am Ostwall. Meistens ab zwei Uhr nachts - zum Ärger der Anwohner, die oft wegen des Motorenlärms nicht schlafen können.

Zur Zeit der Corona-Beschränkungen wurden die Kontrollen verschärft und eine Spur des Walls gesperrt. Denn die Szene nutzte den verminderten Verkehr während der Ausgangsbeschränkungen um noch mehr zu rasen.

Stand: 12.07.2020, 14:56