RAG-Elektrotechniker muss entfristet werden

Ein Anwalt in einer Robe mit dem Gesetzbuch - Arbeitsrecht

RAG-Elektrotechniker muss entfristet werden

  • Zwölf Beschäftigte klagen wegen befristeter Veträge
  • Arbeitsgericht gab Kläger recht
  • RAG lässt Rechtsmittel offen

Vor dem Herner Arbeitsgericht haben in dieser Woche eine Reihe von Verfahren gegen den Bergbaukonzern RAG begonnen. Zwölf Beschäftigte klagen wegen befristeter Arbeitsverträge. Am Mittwoch (18.04.2018) ist der Fall eines Elektrotechnikers, der auf der Zeche Proper Haniel arbeitet, entschieden worden. Es ging um den sogenannten Befristungstarifvertrag.

Durch diesen sind einige hundert jüngere Bergleute bei der landeseigenen Zeitarbeitsfirma Start NRW angestellt. Über diese arbeiten sie in der Regel weiter bei der RAG, bis das Bergwerk in Bottrop Ende des Jahres schließt. Die Tarifverträge sehen eine sachgrundlose Befristung von bis zu sieben Jahren vor.

Arbeitsgericht gibt Kläger recht

Durch die Befristung würden dem 27-jährigen Elektrotechniker die Abfindung nach Ende des Bergbaus sowie Qualifizierungsmaßnahmen entgehen, die seine unbefristet beschäftigten Kollegen bezahlt bekommen.

Das Arbeitsgericht gab dem Kläger recht, der Arbeitsvertrag müsse entfristet werden. Sein Anwalt sieht nun ebenfalls gute Chancen für andere Kläger. Die RAG kündigte an, sich das Einlegen von Rechtsmitteln offen zu lassen.

Von 500.000 auf Null: Jobabbau im Bergbau

WDR 5 Morgenecho - Westblick am Morgen | 16.04.2018 | 03:26 Min.

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Stand: 18.04.2018, 14:48