Weiteres Teilstück des RS1 in Mülheim eröffnet

Weiteres Teilstück des RS1 in Mülheim eröffnet

  • Eisenbahnbrücke in Mülheim wird Teil des RS1
  • Radweg damit rund einen Kilometer länger
  • Bauarbeiten dauern weiter an

In Mülheim a.d. Ruhr ist am Mittwoch (15.05.2019) ein neues Teilstück des Radschnellweges RS1 eröffnet worden. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst gab dafür am Nachmittag eine alte Eisenbahnbrücke, die über die Ruhr verläuft, frei. Künftig können Fahrradfahrer so barrierefrei das andere Ufer erreichen.

Abgesehen von der Fahrbahn, sind auf der denkmalgeschützten Eisenbahnbrücke auch Nistmöglichkeiten für Fledermäuse und Vögel angebracht worden. So wird gleichzeitig der Artenschutz gewährleistet.

Die Kosten für den Umbau der Brücke belaufen sich auf sechs Millionen Euro, die durch Fördermittel finanziert wurden. Insgesamt verlängert sich der RS1 mit dem neuen Teilstück aber nur um rund 1.200 Meter.

Vorzeigeprojekt macht Probleme

Damit sind erst rund sieben Kilometer der sogenannten Fahrradautobahn beendet und das auch nur zwischen Mülheim und dem Universitätsviertel in Essen. Insgesamt sollte der Radschnellweg jedoch bis 2020 komplett befahrbar und nach den konzipierten Standards des RS1 fertig sein.

Das ist aufgrund von fehlenden finanziellen Mitteln und baulichen Hindernissen aber nicht mehr realistisch. Außerdem gibt es bei dem Bauträger Straßen.NRW und dem Regionalverband Ruhr Personalmangel.

Aktuell wird die Fertigstellung deshalb schätzungsweise bis 2027 dauern. Erst dann könnte der gut 100 Kilometer lange Radweg auch wirklich von Duisburg bis nach Hamm genutzt werden.

Stand: 15.05.2019, 09:36