Essener Initiative fordert mehr Geld für Radverkehr

Fahrrad

Essener Initiative fordert mehr Geld für Radverkehr

  • Initiative RadEntscheidEssen will mehr Geld für Radwege
  • REE: "Keine nennenswerten Investitionen erkennbar"
  • Stadt Essen weist Kritik zurück

Die Initiative RadEntscheidEssen (REE) kritisiert, dass die Stadt zu wenig für Radmobilität tun würde. Obwohl sich die Kommune mit der Deutschen Umwelthilfe geeinigt habe und Dieselfahrverbote in Essen erstmal aufgeschoben seien, seien nennenswerte Investitionen in den Radverkehr nicht erkennbar, sagte Rafael Alfen vom RadEntscheidEssen dem WDR. "Wir haben da relativ viel zu meckern", so Alfen in Bezug auf den Haushalt 2020. Ein Beispiel sei die personale Ausstattung mit Fahrradplanern: "Da fordern wir einfach viel, viel, viel mehr."

Verbindlichkeit gefordert

Die Initiative wünscht sich auch konkrete Aussagen, wann welche Maßnahmen umgesetzt werden. Sie hat sich Ende 2019 gegründet, um mit einem Bürgerbegehren die Kommune zu mehr Radmobilität zu bewegen.

Stadt weist Kritik zurück

Die Stadt Essen verweist aber auf die Einigung mit der Deutschen Umwelthilfe vor dem Oberverwaltungsgericht Münster. Dort hätten Stadt und Land die DUH auch durch Maßnahmen für den Radverkehr überzeugen und drohende Dieselfahrverbote zunächst verhindern können, sagte eine Stadtsprecherin auf Anfrage.

Außerdem werde sich die Kommune um weitere Fördermittel bemühen, um das Radwegenetz auszubauen. Weitere Maßnahmen seien Öffentlichkeitskampagnen, zum Beispiel für mehr Abstand beim Überholen von Radfahrern.

Stand: 07.01.2020, 06:33