Tumult bei Prozessbeginn gegen Dortmunder Neonazi

Tumult vor dem Gerichtssaal

Tumult bei Prozessbeginn gegen Dortmunder Neonazi

  • Richterin setzte drei Neonazis vor die Tür
  • Mehrere Straftaten in drei Monaten
  • Hauptbelastungszeuge erschien aus Angst nicht

Viele Rechtsextremisten waren am Donnerstag (28.03.2019) zum Prozess gegen den 24-jährigen Steven F. gekommen. Aber auch viele Menschen aus dem linken Spektrum. Vor dem Gerichtssaal mussten Justizbeamte beide Gruppen trennen.

"Klima der Angst" in Dortmund-Marten

Raub, gefährliche Körperverletzung, Bedrohung und das Zeigen des Hitlergrußes - die Liste der Vorwürfe gegen Steven F. ist lang. Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange bezeichnet den Mann als rechtsextremen Intensivtäter.

Gemeinsam mit anderen Neonazis soll er immer wieder versucht haben, ein Klima der Angst im Dortmunder Stadtteil Marten zu verbreiten. Er sei dort extrem aggressiv aufgetreten, sagen Anwohner. Er soll zum Beispiel Morddrohungen gebrüllt haben. Auch Journalisten sind von dem Angeklagten mehrfach aggressiv angegangen worden.

Hauptbelastungszeuge erschien nicht aus Angst

Noch während des Prozesses setzte die Richterin drei Neonazis vor die Tür, weil die ständig störten. Der Hauptbelastungszeuge erschien aus Angst vor den Rechtsextremen nicht vor Gericht.

Dortmund: Video-Überwachung gegen Neonazis?

WDR 5 Morgenecho - Interview 09.03.2019 05:09 Min. Verfügbar bis 08.03.2020 WDR 5

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Stand: 28.03.2019, 15:30