Bochumer Eventmanager bei Prozess geständig

Justitia wirft einen Schatten.

Bochumer Eventmanager bei Prozess geständig

  • Eventmanager gibt millionenhohen Betrug zu
  • Anklage wegen Betrugs in 31 Fällen
  • Schaden von mehr als einer Million Euro

Der Eventmanager Sascha Hellen hat am Dienstag (18.06.2019) vor dem Landgericht Bochum Betrug in Millionenhöhe zugegeben. Der Erfinder und Veranstalter des Steiger Awards soll unter anderem hohe Darlehen von Prominenten bekommen haben, die er nicht zurückzahlen konnte.

Als Erfinder der Gala-Veranstaltung Steiger Award hatte der 41-Jährige jedes Jahr teils hochrangige Prominente ins Ruhrgebiet geholt und ausgezeichnet.

Jetzt steht der Eventmanager vor Gericht. Der Vorwurf: Betrug in mehr als 31 Fällen, Untreue und Insolvenzverschleppung. Zwischen 2013 und 2017 sei so ein Schaden von mehr als einer Million Euro entstanden.

Flucht nach vorne am ersten Prozesstag

Am ersten Prozesstag gab Hellen zu, Geschäftspartner und Privatpersonen um hohe Geldbeträge geprellt zu haben. Unter anderem konnte er einen TV-Moderator und einen bekannten Mediziner dazu überreden, ihm Darlehen zu geben. Mehr als 700.000 Euro sollen geflossen sein.

Zurückgezahlt hat er aber nichts. Auch andere Geschäftspartner warten noch auf Geld. Die Tragweite sei ihm erst durch die Anklage bewusst geworden. "Aber ich werde mich meiner Verantwortung stellen", sagte Hellen bei der Verhandlung.

Jetzt hofft er auf eine Bewährungsstrafe. Der Prozess soll sich noch bis Oktober dieses Jahres hinziehen.

Stand: 19.06.2019, 09:56