Bochumer Eventmanager verurteilt

Justitia wirft einen Schatten.

Bochumer Eventmanager verurteilt

  • Eventmanager soll Geschäftspartner geprellt haben
  • Betrug in 31 Fällen
  • Schaden von mehr als einer Million Euro

Der Eventmanager Sascha Hellen ist am Dienstag (30.07.2019) vom Landgericht Bochum wegen Betrugs zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der Erfinder und Veranstalter des Steiger Awards hat unter anderem hohe Darlehen von Prominenten, wie dem TV-Moderator Jean Pütz und dem Mediziner Dietrich Grönemeyer bekommen haben, die er nicht zurückzahlen konnte.

Als Erfinder der Gala-Veranstaltung Steiger Award hatte der 41-Jährige jedes Jahr teils hochrangige Prominente ins Ruhrgebiet geholt und ausgezeichnet.

Jetzt stand der Eventmanager vor Gericht. Der Vorwurf: Betrug in mehr als 31 Fällen, Untreue und Insolvenzverschleppung. Zwischen 2013 und 2017 ist so ein Schaden von mehr als einer Million Euro entstanden.

Flucht nach vorne am ersten Prozesstag

Am ersten Prozesstag gab Hellen bereits zu, Geschäftspartner und Privatpersonen um hohe Geldbeträge geprellt zu haben. Mehr als 700.000 Euro sollen von Jean Pütz und Dietrich Grönemeyer geflossen sein.

Zurückgezahlt hat er aber nichts. Auch andere Geschäftspartner warten noch auf Geld. Die Tragweite sei ihm erst durch die Anklage bewusst geworden. "Aber ich werde mich meiner Verantwortung stellen", sagte Hellen bei der Verhandlung.

Sascha Hellen organisiert nach wie vor Großveranstaltungen. Für eine der Letzten im vergangenen November, mit Ministerpräsident Armin Laschet, ist er nach Angaben der Stadt Bochum bis heute die Saalmiete schuldig.

Stand: 19.06.2019, 09:56