Prozessauftakt: Säuglingstod in Gelsenkirchen

Justitia wirft einen Schatten.

Prozessauftakt: Säuglingstod in Gelsenkirchen

  • Säugling an Kopfverletzungen gestorben
  • Mutter vor Gericht
  • Frau zur Tatzeit vermutlich betrunken

Am Freitag (21.06.2019) muss sich eine 35-jährige Frau aus Gelsenkirchen vor dem Landgericht für den Tod ihres Babys verantworten. Die Frau soll dem drei Monate alten Säugling in ihrer Wohnung tödliche Kopfverletzungen zugefügt haben.

Die Frau hatte selbst die Rettungskräfte alarmiert. Als diese an der Wohnung ankamen, stand die Frau unter starkem Alkoholeinfluss. Ihrem Baby konnte nicht mehr geholfen werden, es starb am selben Abend im Krankenhaus. Es stellte sich heraus, dass die Verletzungen zum Zeitpunkt des Notrufs schon mehrere Stunden alt waren.

Jugendamt: Keine Anzeichen für Verwahrlosung

Mitarbeiterinnen des Jugendamts hatten die aus Rumänien hinzugezogene Familie zuvor mehrmals besucht und keine Anhaltspunkte für Verwahrlosung vorgefunden. Laut Verteidigung kann sich die Frau nicht mehr an die Tat erinnern. Laut Polizeibericht hatte sie eine Blutalkoholkonzentration von 2,44 Promille in der Atemluft.

Stand: 21.06.2019, 08:37

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