Prozess um Innenhafen-Mord in Duisburg

Prozess um Innenhafen-Mord in Duisburg 01:47 Min. Verfügbar bis 04.02.2020

Prozess um Innenhafen-Mord in Duisburg

  • Prozessauftakt nach Mord im Duisburger Innenhafen
  • Angeklagter dementiert Vorwürfe der Staatsanwaltschaft
  • Urteile für Mitte März 2019 erwartet

Vor dem Duisburger Landgericht geht es von Montag (04.02.2019) an um den gewaltsamen Tod einer 46-jährigen Cafébetreiberin im Innenhafen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Mord vor.

Angeklagter: "Waffe zum Selbstschutz immer dabei gehabt"

Am ersten Prozesstag erzählte der Angeklagte, dass er die Cafébesitzerin um einen Toilettenbesuch gebeten habe. Dort sei er dann eingeschlafen und von ihr rüde geweckt worden. In der daraus folgenden Auseinandersetzung hätten sich die beiden Schüsse gelöst, so der 30-Jährige. Die Waffe hätte er zum Selbstschutz immer dabei gehabt.

Noch ist nicht klar, wie sich die Schwurgerichtskammer entscheiden wird. Glaubt sie dem Angeklagten nicht, erwartet ihn eine lebenslange Freiheitsstrafe. Ein Urteil soll Mitte März 2019 fallen.

Auch das mögliche Motiv ist bisher nicht klar. Wohl auch deshalb kursierten nach der Tat unter anderem in türkischen Medien Gerüchte über einen Auftragsmord oder sogar Geheimdienstverwicklungen. Die Duisburger Ermittler weisen solche Mutmaßungen deutlich zurück.

Angeklagter wurde durch DNA-Treffer ermittelt

Vor knapp zwei Jahren, am 03.05.2017, war eine türkischstämmige Gastronomin mit zwei Kopfschüssen getötet worden. Rund neun Monate später konnte die Polizei dank eines DNA-Treffers einen tatverdächtigen Mann in Berlin ermitteln. Der hatte dort eine Frau niedergeschlagen und ausgeraubt, so die Ermittler.

Stand: 04.02.2019, 15:25

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