Duisburger wegen versuchten Mordes angeklagt

Ein unkenntlich gemachter Mann sitzt in einem Gerichtssaal, vor ihm sein Verteidiger

Duisburger wegen versuchten Mordes angeklagt

  • Anklage wegen versuchten Mordes
  • 40-Jähriger fuhr wiederholt ohne Führerschein
  • Passant lebensgefährlich verletzt

Vor dem Landgericht Duisburg hat am Mittwoch (12.02.2020) der Prozess gegen einen 40-jährigen Duisburger begonnen, der zweimal ohne Führerschein unterwegs war. Bei einer Flucht vor der Polizei soll er einen Passanten angefahren und lebensgefährlich verletzt haben.

Anklage wegen versuchten Mordes

Die Fußgängerbrücke, auf der der Zusammenstoß stattfand

Auf dieser Brücke soll der Mann angefahren worden sein

Demnach fuhr der Mann über eine Fußgängerbrücke, kollidierte dort mit dem Passanten und verletzte ihn schwer. Laut Anklage war der Polizei bekannt, dass er keinen Führerschein besitzt. Polizisten wollten ihn bereits am Vortag (16.07.2019) anhalten, er konnte jedoch entkommen.

Einen Tag später soll er erneut gesehen und verfolgt worden sein. Bei dieser erneuten Flucht soll es zu dem Zusammenstoß gekommen sein. Die Staatsanwaltschaft sieht mehrere Merkmale für einen versuchten Mord, unter anderem die Vertuschung einer Straftat – das Fahren ohne Führerschein – und die Heimtücke der Tat; das Opfer wurde von hinten erfasst.

Angeklagter "wollte niemanden verletzen"

Der Angeklagte ließ über seinen Verteidiger mitteilen, dass er zwar ohne Führerschein mit einem gestohlenen Fahrzeug gefahren sei, er aber niemanden habe verletzen wollen. Ein Urteil soll Ende Februar gesprochen werden.

Stand: 12.02.2020, 08:23