Auto-Attacke in Essen wird neu aufgerollt

Landgericht Essen

Auto-Attacke in Essen wird neu aufgerollt

  • Angeklagter soll nach Streit in Fußgänger gefahren sein
  • Bundesgerichtshof hob Schuldspruch auf
  • Wurde Alkoholkonsum des Angeklagten berücksichtigt?

Ein 40-jähriger Autofahrer muss sich seit Freitag (18.01.2019) erneut vor dem Landgericht Essen verantworten, weil er gezielt in eine Gruppe von Fußgängern gefahren sein soll. Dabei wurden im Mai 2017 drei junge Männer verletzt, einer von ihnen lebensgefährlich.

Vor einem Jahr hatte das Landgericht den Angeklagten zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Richter waren damals sicher, dass er nach einem Wortwechsel mit den jungen Männern in Wut aufs Gas getreten habe.

Alkohol muss berücksichtigt werden

Der Angeklagte bestreitet den Vorsatz und sagte damals, er habe vorher zu viel Wodka getrunken und deshalb aus Versehen das falsche Pedal erwischt. Die Richter glaubten ihm das nicht. Der Bundesgerichtshof aber hob ihren Schuldspruch auf, denn sie hätten die möglichen Folgen des Alkohols nicht ausreichend berücksichtigt.

Stand: 18.01.2019, 11:03

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