Tödlicher Raserunfall mit 300 km/h: Bewährung für Fahrer

Tödlicher Raserunfall mit 300 km/h: Bewährung für Fahrer

  • Junger Fahrer bekommt Bewährungsstrafe
  • Beifahrerin kam bei Fahrt mit Sportwagen ums Leben
  • Angeklagter soll etwa 300 km/h schnell gewesen sein

Der Mann, der im März 2019 bei Tempo 300 einen tödlichen Unfall verursachte, bekommt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten. Der Führerschein wird ihm für zwei Jahre entzogen. Außerdem muss er eine Geldbuße von 25.000 Euro zahlen und Sozialstunden ableisten. Das hat am Montag (03.08.2020) das Essener Amtsgericht entschieden.

Anklage wegen fahrlässiger Tötung

Das Urteil entspricht den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Der junge Autofahrer war wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Das Strafmaß dafür reicht von einer Geldstrafe bis zu fünf Jahren Haft.

Im Frühjahr 2019 war der Mann nachts mit einem 570 PS starken, giftgrünen Sportwagen über die A52 im Essener Süden gerast. Auf dem Teilstück gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Das Auto hatte er erst zwei Tage zuvor geleast. Laut einem Gutachten soll er zwischen 286 und 314 Stundenkilometern schnell gewesen sein.

Beifahrerin aus Wagen geschleudert

An einer Bodenwelle verlor der Angeklagte dann die Kontrolle über den Sportwagen und durchbrach eine Leitplanke. Die Beifahrerin wurde aus dem Wagen geschleudert und tödlich verletzt. Der Fahrer selbst blieb fast unverletzt.

Pro Tempolimit: "Wir können Menschenleben retten"

WDR 5 Morgenecho - Interview 14.02.2020 05:51 Min. Verfügbar bis 12.02.2021 WDR 5

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Stand: 03.08.2020, 15:13

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