Prozessbeginn nach tödlichem Messerstich in Dortmund

Prozessbeginn nach tödlichem Messerstich in Dortmund

Von Christof Voigt

  • 17-Jährige soll wegen Nichtigkeit zugestochen haben
  • Anklage wegen Totschlags
  • Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt

Vor dem Dortmunder Landgericht hat am Donnerstag (09.08.2018) der Prozess gegen eine 17-jährige Dortmunderin begonnen. Sie soll im Februar eine 15-jährige Bekannte in einem Parkhaus am Hörder Bahnhof mit einem Messer tödlich verletzt haben.

Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautet auf Totschlag. Nach einem Streit, bei dem es um einen Fleck auf der Hose der mutmaßlichen Täterin gegangen sein soll, soll sie zugestochen haben.

Angeklagte sei sich der Schwere der Tat bewusst

Dass sie damit einen Menschen getötet habe, sei ihr inzwischen bewusst, sagt die Rechtsanwältin der Angeklagten dem WDR. Allerdings habe sie direkt nach der Tat geglaubt, ihre Kontrahentin bei dem Streit gar nicht verletzt zu haben. Zwei Gutachter begleiten den Prozess, um festzustellen, ob die 17-Jährige schuldfähig ist.

Die Anwältin rechnet mit einer Freiheitsstrafe für die 17-Jährige, die nicht zur Bewährung ausgesetzt wird. Wegen des Alters der Angeklagten findet der gesamte Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Bislang sind acht Verhandlungstage angesetzt und mehr als vierzig Zeugen geladen.

Stand: 09.08.2018, 15:38