Prozess gegen Bochumer Taxifahrer eingestellt

Taxifahrer wegen Vergewaltigung angeklagt

Prozess gegen Bochumer Taxifahrer eingestellt

  • Taxifahrer vor Bochumer Landgericht
  • Mann soll mit Messer gedroht haben
  • Aussage unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Das Landgericht Bochum hat am Mittwoch (08.05.2019) das Vergewaltigungsverfahren gegen einen 34-jährigen Taxifahrer eingestellt. Im Gegenzug zahlt der Familienvater 750 Euro an eine junge Frau, von der er 2017 in seinem Taxi Sex verlangt hatte.

Die damals 17-Jährige hatte sich widerstrebend dazu bereit erklärt, da ihr das Geld für die Fahrt fehlte. Der Richter sagte heute, das Verhalten des Taxifahrers stehe zwar moralisch auf unterster Stufe, bestraft werden könne er dafür aber nicht.

Taxifahrer soll Sex gefordert haben

Die 17-Jährige war nachts am Bochumer Hauptbahnhof in das Taxi des Angeklagten gestiegen. Laut Anklage forderte er dann während der Fahrt Sex von der Jugendlichen. "Das Opfer soll das abgelehnt haben. Der Angeklagte soll dann erwähnt haben, dass er ein Messer bei sich führe", so Gerichtssprecher Michael Rehaag.

Angeklagter schweigt

Die Jugendliche machte ihre Aussage zum Prozessauftakt unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Bedrohung durch das Messer stritt sie im Verlauf des verfahrens selber ab. Der Angeklagte schwieg im Prozess zu den Vorwürfen.

Stand: 08.05.2019, 16:20

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