Prozessauftakt in Bochum: Stalking mit Todesfolge

Die Silhouetten zweier Menschen. Ein Mann beobachtet eine Frau, während sie telefoniert.

Prozessauftakt in Bochum: Stalking mit Todesfolge

  • Gelsenkirchener soll Ex-Freundin permanent verfolgt haben
  • 49-Jährige nahm sich das Leben
  • Bis zu zehn Jahre Gefängnis möglich

Am Bochumer Landgericht geht es ab Montag (17.06.2019) um einen ungewöhnlichen Fall. Ein 50-Jähriger aus Gelsenkirchen ist angeklagt wegen Nachstellung mit Todesfolge. Er soll seine frühere Lebensgefährtin aus Herne durch massives Stalking in den Tod getrieben haben.

Ex-Freundin trotz Strafanzeigen bedrängt

Unaufhörlich soll der Angeklagte seine Ex-Freundin nach der Trennung bedrängt haben. Ständige Anrufe, Beleidigungen, Auflauern auf der Straße, Klingeln an der Tür, sogar auf ihren Balkon soll er geklettert sein, um ihr Angst zu machen. Strafanzeigen halfen nicht, um den Mann auf Abstand zu halten.

Was ist Stalking? 01:02 Min. Verfügbar bis 30.12.2099

Die 49-Jährige litt unter Depressionen, vor einem Jahr nahm sie sich das Leben. Der Staatsanwalt ist sicher: Die Nachstellungen waren der Grund dafür. Bei einer Verurteilung drohen dem Mann bis zu zehn Jahre Haft.

Stand: 17.06.2019, 08:00