Bewährungsstrafe im Spielautomatenprozess in Hagen

Razzia in Hagen

Bewährungsstrafe im Spielautomatenprozess in Hagen

Von Peter Fischer

  • Einer der Angeklagten erhält Bewährungsstrafe
  • Er soll 800.000 Euro in seinen Spielhallen an Steuern hinterzogen haben
  • Teure Sportwagen aller drei Angeklagten waren beschlagnahmt worden

Das Hagener Landgericht hat am Montag (28.10.2019) im Prozess um massenweise manipulierte Spielautomaten einen Mann zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Der Vater zweier Kinder hatte ein umfassendes Geständnis abgelegt. Er gab zu, durch falsche Abrechnungen in seinen Spielhallen etwa 800.000 Millionen Euro an Steuern und Abgaben hinterzogen zu haben. Einen Teil der hinterzogenen Steuern hat er bereits zurück gezahlt. Er hat aber immer noch 400.000 Euro Schulden.

Zig Millionen Euro Schaden für den Fiskus

Gemessen an seinen beiden anderen mutmaßlichen Tätern ist der Angeklagte Aslan H. ein kleiner Fisch. Denn alle drei zusammen sollen den Fiskus um zig Millionen Euro geprellt haben. Sie sollen Spielautomaten so manipuliert haben, dass diese viel zu geringe Umsätze registrierten. Seit fast einem halben Jahr läuft der Prozess. Die Verfahren gegen seine beiden Komplizen geht allerdings weiter. Sie hatten sich extrem teure Luxusautos geleistet, die später beschlagnahmt wurden.

Luxusautos beschlagnahmt

Der Fall hatte Schlagzeilen gemacht, als mehrere teure auffällige Sportwagen von den zwei Angeklagten beschlagnahmt worden waren. Das Finanzamt hatte später die Luxusautos auf einer Online-Plattform öffentlich versteigert und dadurch knapp eine Million Euro erzielt.

Stand: 28.10.2019, 14:10