Urteil: Geldstrafe für Eltern nach Gokart-Unfall

Amtsgericht Gladbeck

Urteil: Geldstrafe für Eltern nach Gokart-Unfall

  • Mädchen fuhr ohne Helm in einem Renn-Gokart
  • Damals Siebenjährige erlitt schwere Kopfverletzungen
  • Geringe Geldstrafe für Eltern

Die Mutter und der Stiefvater eines Mädchens sind am Donnerstag (09.07.2020) zu einer geringen Geldstrafe verurteilt worden. Sie mussten sich vor dem Amtsgericht Gladbeck verantworten, weil sich das Kind bei einem Unfall mit einem Renn-Gokart schwer verletzt hatte.

Mädchen trug keinen Helm

Die damals Siebenjährige war am Pfingstmontag 2019 auf dem Parkplatz eines Supermarktes mit dem Gokart gefahren. Dort kam es zu dem Unfall: Ohne Helm raste sie gegen einen Metallzaun.

Das Mädchen erlitt schwere Kopfverletzungen und musste mit einem Rettungshubschrauber in die Uniklinik Essen gebracht werden.

Gokart hatte 28 PS

Die Staatsanwaltschaft hatte der 50-jährigen Mutter des Kindes und ihrem 35 Jahre alten Mann fahrlässige Körperverletzung sowie Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht vorgeworfen. Das Gericht sprach von einem Familiendrama. Das Urteil: Eine geringe Geldstrafe in Höhe von insgesamt 2700 Euro.

Der Stiefvater war zudem wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz angeklagt, denn das motorisierte Gokart, das mit 28 PS auf bis zu 100 km/h beschleunigt werden kann, war laut Anklage nicht versichert.

Stand: 09.07.2020, 12:15