Frau erwürgt: Haftstrafe wegen Totschlags in Hamm

Polizisten sperren am Abend den Fundort der Leiche ab

Frau erwürgt: Haftstrafe wegen Totschlags in Hamm

  • Achteinhalb Jahre Haft
  • In Hamm eine Prostituierte erwürgt
  • Verurteilung wegen Totschlags

Das Landgericht Dortmund hat einen 24-Jährigen am Montag (15.04.2019) wegen Totschlags zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Er hatte im vergangenen September in der Nähe des Flugplatzes Hamm-Heessen eine Prostituierte erwürgt.

Im vergangenen September war im Hammer Stadtteil Heessen die Leiche einer Frau gefunden worden. Sie lag in einem Gebüsch im Umfeld des Flugplatzes. Durch einen Tipp stieß die Polizei schnell auf den 24-Jährigen.

Frau in Hamm getötet. Tatverdächtiger festgenommen.

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Staatsanwaltschaft forderte lebenslange Haftstrafe

Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes gefordert. Sie warf dem Mann vor, sein Opfer auf der Straße heimtückisch von hinten erwürgt zu haben. Die Verteidigung plädierte dagegen auf vier Jahre wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

Die Frau, eine 35-jährige Bulgarin, soll in Hamm als Prostituierte auf dem Straßenstrich gearbeitet haben.

Ihre Leiche wurde an einer Stelle gefunden, die von Freiern und Prostituierten häufig als Treffpunkt genutzt wird. Die Polizei hatte Hinweise aus dem Umfeld des Angeklagten zum Tod der Frau erhalten.

Angeklagter gab an, sich an nichts erinnern zu können

Im Prozess gab der Angeklagte an, sich nicht erinnern zu können, was passiert war. Er hatte an dem Tag mit Bekannten Alkohol getrunken.

Stand: 15.04.2019, 16:08