Hündin in Ruhr geworfen: Verurteilter geht in Berufung

Hündin in Ruhr geworfen: Verurteilter geht in Berufung

  • Hündin in die Ruhr geworfen
  • Verurteilter legt Berufung ein
  • Duisburger Gericht verhandelt Fall

Im Fall einer in die Ruhr geworfenen Hündin hat der vom Amtsgericht Mülheim zu einer Haftstrafe verurteilte 58-Jährige Berufung eingelegt. Das erklärte Amtsgerichtsdirektorin Susanne Galonska-Bracun am Freitag (13.12.2019). Berufungsinstanz sei das Landgericht Duisburg.

Der Fall hatte im Herbst 2018 viele Menschen in Mülheim schockiert. Tagelang war unklar, wer die Hündin von der Schlossbrücke in den Fluss geworfen hatte. Hinweise aus der Bevölkerung führten schließlich zu dem 58-Jährigen. Es stellte sich heraus, dass das Tier gar nicht ihm gehörte, sondern einem Bekannten.

Amtsgericht verhängte Freiheitsstrafe ohne Bewährung

Das Amtsgericht hatte ihn Ende November wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe ohne Bewährung verurteilt. Die Freiheitsstrafe war wegen zahlreicher Vorstrafen ohne Bewährung verhängt worden.

Vor Gericht hatte der Angeklagte gesagt, er sei volltrunken gewesen und habe das krebskranke Tier erlösen wollen. Untersuchungen ergaben aber, dass der Hund gar nicht so krank war.

Stand: 14.12.2019, 18:32