Haftstrafe für Mülheimer nach Hundetötung

Schlossbrücke in Mülheim

Haftstrafe für Mülheimer nach Hundetötung

  • 58-Jähriger hat Hund von Brücke in Fluss geworfen
  • Fall hatte viele Menschen entsetzt
  • sechs Monate Haft angeordnet

Vom Amtsgericht Mülheim ist ein Mann am Donnerstag (28.11.2019) zu einer sechs monatigen Haftstrafe verurteilt worden, weil er eine Hündin lebendig von einer Brücke in die Ruhr geschmissen hat. Zeugen hatten den Fall beobachtet und das Tier danach tot aus dem Fluss geborgen. Laut Obduktion erlitt es beim Aufprall einen tödlichen Leberriss.

Fall entsetzte Öffentlichkeit

Der Fall hatte im Herbst 2018 viele Menschen in Mülheim schockiert. Tagelang war unklar, wer die Hündin von der Schlossbrücke in den Fluss geworfen hatte. Hinweise aus der Bevölkerung führten schließlich zu dem 58-Jährigen. Es stellte sich heraus, dass das Tier gar nicht ihm gehörte, sondern einem Bekannten.

Hund war nicht so krank

Vor Gericht sagte der Mann, er sei volltrunken gewesen und habe das krebskranke Tier erlösen wollen. Untersuchungen ergaben aber, dass der Hund gar nicht so krank war. Die Haftstrafe für den Täter wurde nicht zur Bewährung ausgesetzt, da er bereits zahlreiche Vorstrafen hat.

Stand: 28.11.2019, 11:24