Müllwagenfahrer nach tödlichem Unfall vor Gericht

Tödlicher Unfall mit Müllwagen in Altenessen

Müllwagenfahrer nach tödlichem Unfall vor Gericht

  • Mutter und Kind überfahren
  • Junge Frau tot, Tochter schwer verletzt
  • Anklage wegen fahrlässiger Tötung
  • Erkrankter Gutachter muss noch aussagen

Vor dem Essener Amtsgericht begann am Mittwoch (15.05.2019) der Prozess gegen einen Müllwagenfahrer begonnen, der beim Abbiegen nach links eine junge Mutter überfahren hat. Zu einer Urteilsverkündung kam es jedoch noch nicht. Sie wurde auf Freitag (24.05.2019) verlegt.

Der Sachverständige, dessen Gutachten besonders wichtig für den Fall ist, hatte sich vor Prozessbeginn krangemeldet. Der Angeklagte hingegen hat umfangreich ausgesagt und war geständig. Er habe nach eigenen Angaben die Frau und ihr Kind übersehen.

Der tödliche Unfall in Essen hatte im Juli vergangenen Jahres für viel Betroffenheit gesorgt.

Mutter verstarb noch am Unfallort

Der Fahrer des Fahrzeugs der Essener Entsorgungsbetriebe (EBE) hatte damals beim Linksabbiegen die 31-Jährige und ihre 7-jährige Tochter übersehen. Die Mutter wollte ihre Tochter zur Schule bringen und konnte das Kind noch rechtzeitig zur Seite stoßen. Das bestätigten auch die Zeugenaussagen.

Dennoch wurden beide von dem Fahrzeug mehrere Meter mitgeschleift. Die Mutter geriet unter den Müllwagen und starb noch am Unfallort. Das Mädchen wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Sowohl der Müllwagenfahrer als auch Augenzeugen des Unfalls erlitten einen Schock.

Wäre Unfall vermeidbar gewesen?

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Fahrer fahrlässige Tötung vor. Die entscheidende Frage ist, ob der Fahrer den Unfall hätte verhindern können. Das Gutachten des Sachverständen soll dafür von großer Bedeutung sein.

Nach dem ersten Prozesstag scheint klar, Mutter und Tochter trifft offenbar keine Schuld. Zeugen haben bestätigt, dass sie bei Grün über die Ampel gegangen sind.

Stand: 15.05.2019, 15:53