Prozess gegen ehemalige Kamener Vize-Bürgermeisterin

Prozess gegen ehemalige Kamener Vize-Bürgermeisterin

  • Vorwurf: Gehälter in eigene Tasche umgeleitet
  • Gesamtschaden fast eine halbe Million Euro
  • Rücktritt von politischen Ehrenämtern 2017

Die ehemalige stellvertretende Bürgermeisterin von Kamen steht seit Dienstag (12.11.2019) vor dem Dortmunder Landgericht. Sie ist angeklagt wegen Betrugs. Als Buchhalterin eines großen Elektro-Unternehmens in Kamen soll sie fiktive Gehälter auf eigene Konten überwiesen haben. Angeklagt sind 160 Fälle mit einem Gesamtschaden von 470.000 Euro.

Geständnis angekündigt

Die 58-Jährige soll sich zu ihrem Monatsgehalt zusätzliches Geld ausgezahlt haben - getarnt als Gehalt für andere Mitarbeiter. Erst nach Jahren wurden die Tricksereien entdeckt. Im Prozess hat der Verteidiger ein Geständnis angekündigt. Vor dem Arbeitsgericht hatte sie bereits zugestimmt, den Schaden auszugleichen. Jetzt geht es um die strafrechtlichen Konsequenzen.

Von allen politischen Ämtern zurückgetreten

Die politische Karriere der Frau ist bereits beendet. Sie war unter anderem Vize-Bürgermeisterin von Kamen und ist, nachdem der Betrugsvorwurf bekannt wurde, von allen politischen Ämtern zurückgetreten.

Stand: 12.11.2019, 15:50