Prozessbeginn: Mutter spritzt ihren Kindern Medikamente

Justizzentrum Bochum

Prozessbeginn: Mutter spritzt ihren Kindern Medikamente

Eine sechsfache Mutter muss sich vor dem Bochumer Landgericht verantworten. Sie soll zwei ihrer Kinder heimlich verschreibungspflichtige Medikamente gespritzt haben.

14 Spritzen soll die Mutter aus Herne ihrem elf Monate alten Baby gegeben haben. Mit einem Mittel, das die Immunabwehr stärkt. Das ist jedoch nicht erlaubt. Diese "Impfungen" habe sie dann selbst in den Impfpass des Kindes eingetragen. Die 43-Jährige sagt, sie habe die Spritzen von ihrer Kinderärztin bekommen.

Mutter verabreicht Tochter Methadon

Ihrer 16-jährigen Tochter soll die Frau heimlich die Ersatzdroge Methadon verabreicht haben. Die 43-Jährige ist selbst heroinabhängig. Der Bochumer Staatsanwaltschaft zufolge bekommt sie deshalb regelmäßig den Drogenersatzstoff Methadon verschrieben.

Mit einer Urinprobe des Mädchens wollte sie ihren Arzt täuschen und verschleiern, dass sie weiterhin Heroin nahm. Die 43-Jährige bestreitet das. Sie ist wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt und sitzt in Untersuchungshaft.

Drogen: Gefährlich oder halb so wild? Quarks 14.05.2019 43:47 Min. UT DGS Verfügbar bis 14.05.2024 WDR

Stand: 05.08.2021, 08:41

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