Dortmunder Hafen kritisiert geplante Schleusensperrung Henrichenburg

Neues Containerterminal im Dortmunder Hafen

Dortmunder Hafen kritisiert geplante Schleusensperrung Henrichenburg

  • Hafen Dortmund verärgert über Planungen des Schifffahrtsamtes
  • Schleuse Henrichenburg im Sommer sechs Wochen gesperrt
  • Zusätzlich ist noch monatelanger Notbetrieb geplant

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung in Duisburg hatte den Dortmunder Hafen informiert, dass die Schleuse Henrichenburg in diesem Sommer nicht wie angekündigt vier sondern sechs Wochen gesperrt werden soll. Als Grund wurden dringende Instandhaltungen angegeben.

Außerdem soll die Schleuse ab August dieses Jahres dann mehr als vier Monate in den Notbetrieb gehen. Notbetrieb heißt, dass Schiffe nur in der Nacht für 8 bis 10 Stunden geschleust werden können. Tagsüber gehen die Reparaturen weiter.

Wochenlange Sperrung der Schleuse schon 2018

Wie schon bei der kompletten Sperrung im vergangenen Jahr, kommt scharfe Kritik aus dem Dortmunder Hafen. 2018 war der Dortmunder Hafen vier Wochen ohne Schiffsverkehr. Der Chef des Dortmunder Hafens Uwe Büscher ärgert sich über die geplanten Einschränkung und verglich sie am Montag (04.02.2019) mit einem verriegelten Geschäft in der Einkaufsstraße und dem außer Betrieb gesetzten Tower am Dortmunder Flughafen.

Die im Hafen ansässigen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen hatten im vergangenen Jahr einen Krisenplan ausgearbeitet, um möglichst viele Güter und Rohstoffe von Schiffen auf die Schiene zu verlegen. Trotzdem kam es zu Einbußen.

Stand: 04.02.2019, 16:56