Privater Hilfstransport nach Lesbos startet in Essen

Mann bückt sich Richtung Haufen aus gefüllten Plastiktüten

Privater Hilfstransport nach Lesbos startet in Essen

  • Drei Männer sammeln Spenden für Flüchtlingscamp
  • Lkw gemietet, um nach Lesbos zu fahren
  • Aufbruch am Neujahrsmorgen

Drei Männer aus Essen und Oberhausen organisieren derzeit einen privaten Hilfstransport für das Flüchtlingscamp Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Seit Montagmittag (30.12.2019) sammeln sie unter anderem Zelte, Winterkleidung und Kinderspielzeug für die geflüchteten Menschen dort.

Reiseroute führt über Balkanstaaten

Mit einem gemieteten LKW voller Hilfsgüter wollen die drei Freunde am Neujahrsmorgen in Richtung Griechenland aufbrechen. Über die Balkanstaaten geht es für sie nach Kavala - dort wollen sie die Fähre nach Lesbos nehmen.

Die Idee für die Hilfsaktion sei in den vergangenen Tagen entstanden, sagte einer der Organisatoren dem WDR. Die Bilder von Kindern und Erwachsenen in dem überfüllten griechischen Flüchtlingscamp seien ihnen nicht mehr aus dem Kopf gegangen.

Spendenaufruf kommt an

Bereits wenigen Stunden nach dem Spendenaufruf stapelten sich am Montag mehr als einhundert Plastiktüten in einer Essener Lagerhalle. Dort nehmen die Organisatoren auch noch am Dienstag (31.12.2019) zwischen 12 und 18 Uhr Spenden an.

"Wir wissen, dass es hier an die richtige Stelle geht, das ist toll", sagte ein Spender aus Essen. Er brachte zusammen mit seiner Familie unter anderem Winterkleidung, Stofftiere und eine Isomatte vorbei.

Ziel: Donnerstag ankommen

Die drei Organisatoren stehen in Kontakt mit Hilfsorganisationen von vor Ort. So hatten sie erfahren, was derzeit am dringendsten benötigt wird. Sie hoffen, Lesbos bereits am Donnerstag zu erreichen.

"Ärzte ohne Grenzen" verurteilen EU-Flüchtlingspolitik

WDR 5 Morgenecho - Beiträge 02.12.2019 03:22 Min. Verfügbar bis 01.12.2020 WDR 5 Von Alexander Göbel

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Stand: 30.12.2019, 16:25