Schwelm: Polizistinnen wegen Flucht vor Schießerei angeklagt

Symbolbild: Streifenwagen mit Blaulicht

Schwelm: Polizistinnen wegen Flucht vor Schießerei angeklagt

Nachdem zwei Polizistinnen ihrem Kollegen bei einem Schusswechsel nach einer Verkehrskontrolle in Gevelsberg nicht geholfen haben sollen, müssen die Frauen nun vor Gericht.

Die Verkehrskontrolle im Mai vergangenen Jahres verlief zunächst normal. Der kontrollierte Autofahrer soll sich erst kooperativ verhalten haben, später habe er jedoch eine Waffe aus seinem Auto geholt und unvermittelt auf zwei Polizisten geschossen. Das Feuer soll von den Polizisten erwidert worden sein.

Anklage wegen versuchter Körperverletzung

Die zwei angeklagten Polizistinnen müssen sich jetzt wegen versuchter Körperverletzung durch Unterlassen vor Gericht verantworten. Sie sollen ihrem Kollegen während des Schusswechsels nicht geholfen haben, obwohl sie dazu verpflichtet gewesen wären einzugreifen.

Laut Landgericht Hagen sollen die beiden Frauen die Schüsse bemerkt und vom Ort des Geschehens geflohen sein. Während des Schusswechsels habe einen von ihnen sich zunächst vorschriftsmäßig mit gezogener Dienstwaffe in Deckung begeben. Kurz danach soll sie sich dann ihrer fliehenden Kollegin angeschlossen haben.

Verhandlung Mitte November

Im Fall einer Verurteilung drohen den Angeklagten bis zu fünf Jahre und sieben Monate Haft.

Weil die Räume des Amtsgerichtes in Schwelm für den Prozess nicht ausreichen, wird in den Räumen des Landesgerichts Hagen der Prozess durchgeführt. Dafür hat das Amtsgericht Schwelm einen Verhandlungstag Mitte November angesetzt.

Stand: 26.10.2021, 13:12