Illegaler Gottesdienst mit 100 Teilnehmern in Essen

Illegaler Gottesdienst mit 100 Teilnehmern in Essen

Die Essener Polizei musste Donnerstagabend einen illegalen Gottesdienst mit rund 100 Teilnehmern in einer Kirche an der Altenessener Straße auflösen.

Ein Anrufer hatte der Polizei eine größere Anzahl an Menschen in dem Gotteshaus gemeldet. Die Polizei stellte vor Ort zahlreiche Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung fest.

Demnach fanden die Einsatzkräfte in der Kirche 88 Erwachsene und zehn Kinder eng beieinander sitzend. Eine Maske trug niemand. Und eine Teilnehmerliste zur Kontaktverfolgung gab es auch nicht.

Ordnungswidrigkeiten werden bestraft

Eine Einsatzhundertschaft der Polizei löste den Gottesdienst auf und führte die rund 100 Personen aus der Kirche. Wegen der massiven Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung wurden gegen alle Erwachsenen Anzeigen geschrieben. Die Teilnehmer des Gottesdienstes waren überwiegend rumänische Staatsbürger aus Gelsenkirchen.

Welche Gemeinde zu dem Gottesdienst eingeladen hat und wer überhaupt das Kirchengebäude derzeit alles nutzt, ist bisher unklar. Auch die Essener Polizei konnte dazu keinen Angaben machen.

Anwohner berichten von regem Betrieb in der Kirche

An dem Gebäude steht noch ein Schild mit der Aufschrift "Neuapostolische Kirche". Die hatte das Haus auch bis 2016 genutzt. Nun sei es eine andere Gemeinde, so die Freikirche. Anwohner berichten von regelmäßigen Versammlungen vieler Menschen in der Kirche.

Donnerstags und sonntags abends sei es hier immer voll, so eine Nachbarin, die aus ihrer Wohnung direkt auf den Eingang schauen kann. Man würde aber erkennen, dass es unterschieldliche Glaubensgemeinschaften sind.

"Das wird nicht länger geduldet"

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte am Dienstagabend ein härteres Vorgehen gegen freikirchliche Gemeinden angekündigt, die sich vereinzelt immer wieder nicht an Corona-Auflagen gehalten hätten. "Das wird nicht länger geduldet", sagte er.

Stand: 22.01.2021, 13:46