Breite Proteste gegen Neonazi-Aufmarsch in Dortmund

Symbolbild zeigt eine Flagge mit der Aufschrift: "Gegen Nazis".

Breite Proteste gegen Neonazi-Aufmarsch in Dortmund

  • Rechtstextremistischer Aufzug in Dortmund
  • Polizei gibt den genehmigten Weg bekannt
  • Breites Bündnis will sich den Rechten entgegenstellen

Ein für Samstag (25.05.2019) geplanter Neonazi-Aufmarsch in Dortmund wird durch den Stadtteil Hörde führen. Die Polizei hat nach eigenen Angaben eine verkürzte Route durchgesetzt und wird mit einem Großaufgebot präsent sein. Über die genaue Strecke informiert sie seit Montag mit Infoständen und Flugblättern

Sie will damit nach eigenen Angaben vom Montag (20.05.2019) die Belastungen für Anwohner, Gewerbetreibende, Krankenhäuser und Autofahrer möglichst gering halten. Die Polizei betont in ihrer Mitteilung, dass konsequent gegen Straf- und Gewalttäter vorgegangen werde. Das richte sich auch an Nazi-Gegner.

Gegendemos auch schon Freitag

Es wurden bereits mehrere Kundgebungen angemeldet, um gegen die Rechtsextremen zu protestieren. Bereits für Freitagabend (24.05.2019) haben Antifa-Gruppen eine Demonstration durch das Kreuzviertel angekündigt. Migranten-Vereine wollen gegenüber vom Hauptbahnhof Anti-Rassismus-Botschaften auf das Gebäude der Stadt- und Landesbibliothek projizieren, sobald es dunkel ist. Vorher gibt es eine Kundgebung an der Petrikirche.

Vierstündige Wegstrecke

Die mehr als vierstündige Wegstrecke der Neonazis wird so beschrieben: Am Bruchheck/Grotestraße, Am Bruchheck, Reiner-Daelen Str., Wellinghofer Straße, weiter Gildenstraße, Beukenbergstraße, weiter Schildstraße/Zwischenkundgebung in Höhe des Hörder Neumarktes, Abschluss: Schildplatz.

Die Bundespolizei weist darauf hin, dass es an den Bahnhöfen in Dortmund und in anderen Ruhrgebietsstädten zu kurzfristigen Sperrungen und Wartezeiten während der An- und Abreise von Demonstrations-Teilnehmern kommen kann.

Stand: 24.05.2019, 07:18