Social-Media-Experten unterstützen Polizeistreifen bei Einsätzen

Zwei Polizisten sitzen in der Leitstelle Dortmund vor mehreren Monitoren

Social-Media-Experten unterstützen Polizeistreifen bei Einsätzen

Die Dortmunder Polizei hat neue Mitarbeiter, die ihre Kollegen auf Streife unterstützen. Seit Jahresbeginn sollen sie gezielt die Sozialen Medien nach Informationen zum Einsatz durchsuchen.

Wenn Streifenbeamte auf dem Weg zu einem Einsatz sind, wissen sie meist nicht viel darüber, was sie erwarten könnte, nur die Adresse und ein paar Details. Die Social Media-Experten sollen während der Anfahrt der Kollegen im Internet das herausfinden, was die Polizeidatenbank nicht verrät.

Etwa, ob die Person, die sie am Einsatzort antreffen, im Internet mit Waffen posiert oder Gewaltfantasien äußert. So könnten die Polizisten gewarnt werden. Auch mögliche Fluchtfahrzeuge könnten so schon bekannt sein.

Experten wurden extra eingestellt

Im Polizeipräsidium Dortmund gibt es seit Jahresbeginn sechs dieser speziell geschulten Mitarbeiter. Sie sind keine Polizeibeamten, sondern wurden extra eingestellt. Jetzt werden sie mit der Polizeiarbeit vertraut gemacht und sollen dann im Schichtdienst arbeiten.

Sechs große Polizeipräsidien beteiligen sich

Dortmund ist neben Essen, Köln, Bielefeld, Düsseldorf und Münster eins von sechs großen Polizeirevieren in NRW, die auf solche Experten setzen. Das Projekt nennt sich "Gemeinsames Monitoring- und Kommunikationscenter" Es ist aus einem Forschungsprojekt hervorgegangen, bei dem herauskam, dass 75 Prozent der Befragten solche zusätzlichen Informationen für sinnvoll halten.

Stand: 21.01.2021, 12:21