Plastik-Tour-de-Ruhr von Lünen nach Dinslaken

Plastikmüll

Plastik-Tour-de-Ruhr von Lünen nach Dinslaken

Von Katharina Strohmeyer / Lisa Kurschilgen

  • Dreitägige Radtour mit Fokus auf Plastikmüll
  • Recyclinganlage, Klärwerk und Unverpacktladen werden besichtigt
  • Forscher errechnen Pro-Kopf-Plastikbudget

Etwa 20 Teilnehmer der "Plastik-Tour-de-Ruhr" haben am Donnerstag (13.06.2019) mit dem Fahrrad die Umweltbelastung durch Plastikmüll in Bochum erkundet. Noch bis Freitag wollen Forscher und Interessierte durch das Ruhrgebiet radeln und sich ein Bild davon machen, welche Plastiksorten am Wegesrand und in Büschen herumliegen. Denn nicht nur in den Weltmeeren schwimmen große Mengen an Plastik, auch im Ruhrgebiet liegt viel Plastikmüll herum.

Müllvermeidung und Wiederverwertung

Bei der Radtour soll es auch darum gehen, wie man Müll vermeiden oder wiederverwerten kann. Deshalb steuert die Radtour unterwegs auch eine Recyclinganlage oder ein Klärwerk an.

In Bochum haben die Radfahrer an einem Unverpacktladen gestoppt. Am Nachmittag ging es für sie dann an die Ruhr-Universität Bochum. Dort stellten Studenten ein "Zero-Waste-Startup" vor.

Wieviel Plastik ist tolerabel?

Mit der Radtour soll auch ein Forschungsprojekt bekannt gemacht werden. Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts für Umwelt, Sicherheit und Energietechnik (Fraunhofer UMSICHT) errechnen gerade ein Pro-Kopf-Plastikbudget. Das ist die Menge Plastik, die jeder Mensch im Schnitt verbrauchen kann, ohne einen nachhaltigen Schaden anzurichten.

Auch das Kulturwissenschaftliche Institut Essen ist eingebunden, etwa um herauszufinden, welche Maßnahmen zur Müllvermeidung gesellschaftlich akzeptiert werden. Die Tour ist am Mittwoch in Lünen gestartet.

Plastikfrei ist angesagt

WDR 5 Morgenecho - Westblick am Morgen 27.02.2019 04:05 Min. Verfügbar bis 27.02.2020 WDR 5 Von Nicole Albers

Download

Stand: 14.06.2019, 08:27

Kommentare zum Thema

1 Kommentar

  • 1 Hans Holte 12.06.2019, 19:13 Uhr

    Keine Plastiktüte, keine Spontankäufe, jetzt auch bei Obst von Aldi; 1 (symbolischer) Cent ist mir zu teuer. Da Grüne Lohn und Rente demontiert haben (Agenda), ist Power-Shopping ohnehin ein Relikt aus besseren Zeiten. „Am Wegesrand und in Büschen“ gehört überhaupt kein Müll, ob Plastik oder nicht. Die Leute, die die Umgebung vollmüllen, leben parallel zu unserer Gesellschaft und sind schon lange nicht mehr erreichbar. Für mich ist die Wertstofftonne ausreichend und da kommt mein Plastikmüll auch rein. „Maßnahmen zur Müllvermeidung“ und auch sonstige radikale Vorstellungen der Grünen werden von mir in der Regel nicht „gesellschaftlich akzeptiert“.

    Antworten (1)
    • Blauer Knopf 13.06.2019, 20:06 Uhr

      Zitat: "Maßnahmen zur Müllvermeidung“ und auch sonstige radikale Vorstellungen der Grünen werden von mir in der Regel nicht „gesellschaftlich akzeptiert“." Na ein Glück, Hans, dass Du nicht die Gesellschaft bist. Übrigens: Es ist nicht möglich, als Einzelner etwas "gesellschaftlich nicht zu akzeptieren".

Weitere Themen