Pink Floyd-Ausstellung in Dortmund gestartet

Eine Wand mit der Aufschrift "PINK FLOYD THE WALL" und eine riesige Fantasiefigur mit riesigen langen Fingern und großen, brillenartigen Augen. Unten schauen Besucher auf Ausstellungsstücke

Pink Floyd-Ausstellung in Dortmund gestartet

Von Holger Majchrzak

  • Einzige Pink Floyd-Ausstellung in Deutschland
  • Eröffnung im Dortmunder U
  • 360 Grad-Multimedia-Installation mit Konzert-Feeling

Multimedia-Schau plus Rock-Devotionalien

Der Zuschauer fühlt sich wie in einer kleinen Zeitmaschine, es geht von den Anfängen Pink Floyds 1968 bis heute. London, Los Angeles, New York und jetzt in Dortmund.

Bunte Scheinwerfer kreuz und quer vor großer Leinwand voller feiernder Pink Floyd Fans.

Konzert-Feeling bei der Pink Floyd Ausstellung im Dortmunder U

Unser WDR-Kamerateam war besonders beeindruckt von der 360 Grad Audio/Video-Installation. Besucherinnen und Besucher haben das Gefühl, live in einem Pink Floyd-Konzert zu stehen, umwabert von Bühnennebel, umspielt von Laserstrahlen und bunt tanzenden Scheinwerfern.

Für die Pink Floyd-Fans ist diese Schau sicherlich ein "Muss". Ob sich auch junge Fans anderer Musikfarben wie Hip-Hop in den sphärischen Klängen wiederfinden, das muss man sehen. Für die Fans zeigt die Schau auch Erinnerungsstücke wie Teile der Bühnendekorationen und Original-Instrumente.

Besondere Verbindung zu Dortmund

Dass Dortmund der einzige Standort der Ausstellung im deutschsprachigen Raum ist, ist kein Zufall. Eingefädelt hat das Ganze der Chef des "U", Edwin Jacobs. Der hat Kontakte zu den Ausstellungsmachern. Und soll sie daran erinnert haben, dass Pink Floyd mit ihrer Riesen-Show "The Wall" 1981 schon einmal in der Stadt war.

Konzert "The Wall" 1981

Das Konzert in der Westfalenhalle war die bis dahin größte Bühnen-Show der Rockgeschichte. Diese Show war so aufwändig, dass Pink Floyd sie weltweit nur in Los Angeles, New York, London und eben in Dortmund spielten. Das ist der Grund, warum jetzt auch die Ausstellung zur Geschichte der Band in Dortmund gezeigt wird.

Hohe Besucherzahlen erwünscht

Die Ausstellung ist nicht nur für die Stadt, sondern auch für den Ausstellungsort wichtig. Das Dortmunder "U", das ehemalige Brauereigebäude, wurde für etliche Millionen Euro zu einem Zentrum für Kunst und Kreativität umgebaut. Seit Jahren zeigt es zwar hochwertige Kunst, doch die Besucherzahlen sind nicht zufriedenstellend.

Es fehlten bisher Massen-Attraktionen, die viele Menschen anziehen. Das soll die Pink Floyd-Ausstellung ändern. Besucherinnen und Besucher aus dem benachbarten Ausland, auch aus den Niederlanden, Belgien, Österreich und der Schweiz sollen angelockt werden.

Teurer Eintritt für die Schau

Das Ticket kostet rund 30 Euro, das ist für eine Ausstellung erst einmal ein hoher Preis. "U"-Chef Edwin Jacobs argumentiert, dass der Besucher ein konzertähnliches Erlebnis geboten bekomme und dafür seien 30 Euro ausgesprochen günstig.

Die Ausstellung ist noch bis zum 10. Februar 2019 zu sehen.

Stand: 15.09.2018, 11:23