Klinikum Essen hilft bei Hirntod-Diagnostik

Transport einer Organspende

Klinikum Essen hilft bei Hirntod-Diagnostik

  • Hirntod ist Voraussetzung für Organspende
  • Feststellung in kleinen Krankenhäusern oft nicht möglich
  • Bereitschafts-Team hilft mit mobilem EEG-Gerät

In Kooperation mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation unterstützen fünf Mediziner aus der Klinik für Neurologie der Uniklinik Essen jetzt regionale Krankenhäuser, um potentielle Organspender besser erkennen zu können. Um den dafür notwendigen Hirntod festzustellen, wird ein sogenanntes Elektroenzephalografie-Gerät (EEG-Gerät) eingesetzt, teilte die Uniklinik Essen am Mittwoch (20.03.2019) mit. Nicht jedes kleine Krankenhaus besitzt einen solchen Hirnstrom-Messer.

Bisher konnten viele mögliche Organspender aufgrund der fehlenden Technik nicht als solche erkannt werden. Die Krankenhäuser können sich jetzt an die Neurologen des Klinikums wenden. Der Bereitschaftsdienst rückt dann mit dem mobilen EEG-Gerät aus, um den Hirntod zu bestätigen und damit eine schnellere Organentnahme zu ermöglichen.

Organspende-Statistik: NRW Schlusslicht

Im Jahr 2018 haben 163 Menschen in NRW nach dem Tod ihre Organe gespendet. Laut der von der Deutschen Stiftung Organtransplantation erstellten bundesweiten Organspende-Statistik liegt NRW auf dem letzten Rang. Auf eine Million Einwohner kommen 9,1 Spender (Bundesdurchschnitt: 11,5).

Verpasste Chancen – warum Deutschland so wenige Spender hat Quarks 19.02.2019 05:58 Min. UT Verfügbar bis 19.02.2024 WDR Von Kristin Raabe

Stand: 20.03.2019, 10:14