Özils Rücktritt: NRW-Politiker äußern sich

Özils Rücktritt: NRW-Politiker äußern sich

  • NRW-Integrationsminister Stamp hält Özils Kritik für falsch
  • NRW-Staatssekretärin für Integration Güler stimmt in Teilen zu
  • DFB weist Rassismus-Vorwurf zurück und bedauert Rücktritt

Hier geht es zur Diskussion über Mesut Özils Rücktritt aus der Nationalmannschaft

Einen Tag nach dem Rücktritt von Mesut Özil aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft haben sich Politiker aus NRW zur Erklärung des 29-Jährigen geäußert. Unter anderem hatte der in Gelsenkirchen geborene Özil darin das Verhalten des DFB angegriffen. Der DFB wies derweil den von Özil erhobenen Vorwurf des Rassismus in einer Stellungnahme am Montag (23.07.2018) zurück. Zugleich bedauerte er den Abschied des Mittelfeldspielers aus der Nationalmannschaft.

Mesut Özil im Nationalmannschaftstrikot

Mesut Özil im Nationalmannschaftstrikot

NRW-Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) forderte auf Twitter eine Wertedebatte. Gleichzeitig erklärte er, dass Özil auch viel Falsches in seiner Erklärung sage. Nach der Sommerpause will sich der Minister mit Özil und dessen Kollegen Ilkay Gündogan treffen. Weiter sagte Stamp auf Twitter:

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Stamp über Özil: "Jeder ist hier gleich viel wert"

WDR 5 Mittagsecho 23.07.2018 03:41 Min. WDR 5

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Die NRW-Staatssekretärin für Integration, Serap Güler (CDU), kritisierte: "Die Gewinner dieser Debatte sind die Rassisten und Nationalisten auf beiden Seiten." Auf Twitter erklärte sie, sie teile zwar nicht Mesut Özils Ansicht, ein Nichttreffen mit den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan sei respektlos gewesen, sie "teile aber vieles im zweiten Teil seiner Erklärung". Dort hatte der 29-Jährige den Sponsoren des DFB und den Medien Rassismus vorgeworfen.

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Die Kölner SPD-Politikerin Lale Akgün befürwortet den Austritt von Mezut Özil aus der Nationalmannschaft und warnt vor einer Instrumentalisierung des Falls als Rückschritt in der Integration. Özil tauge nicht zum Vorbild für die Jugend, schreibt Akgün auf ihrer Facebook-Seite. Sein Fall sei zu einem Integrationsthema hochstilisiert worden.

Scharfe Kritik am DFB

Özil hatte in drei Tweets am Sonntag scharfe Kritik am Deutschen Fußball-Bund, an DFB-Sponsoren und sogar an seiner früheren Schule geübt und seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft verkündet.

Mesut Özil äußert sich zu Erdogan-Foto

WDR 5 Morgenecho - Medienschau 23.07.2018 04:57 Min. WDR 5

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Hier ist Platz für Ihre Meinung

Stand: 23.07.2018, 15:01

Kommentare zum Thema

79 Kommentare

  • 79 Falentin 24.07.2018, 13:49 Uhr

    Es ist alles gesagt, nur noch nicht von allen.

  • 78 Peter Berger 24.07.2018, 13:37 Uhr

    Die Sache ist sehr einfach: Özil handelt wirtschaftlich. In der deutschen Nationalelf kann er nichts mehr werden. Das große Geld verdient er in England. NACH seiner Fußballerkarriere muss es für den Multimillionär weitergehen. Denkbar sind Immobilien in der Türkei, ein Fußball-Zentrum/-Schule/-Feriendorf in der Türkei u.a. Das klappt nur mit Unterstützung der Türkeiregierung. Also stellt er sich gut mit Erdogan. Die Deutschen können ihm gestohlen bleiben, da hat er den maximalen Profit herausgezogen.

  • 77 klausvompoll 24.07.2018, 12:06 Uhr

    Hier wird eine Rassismus Debatte losgetreten die m.E. am Thema vorbeigeht. Er hat sich als deutscher Nationalspieler mit einem türkischen Disputen ablichten lassen in einer Phase des türkischen Wahlkampfs. Er hat sich damit zu einem Diktator bekannt der alle Kritiker ohne Rücksicht wegsperrt. Man hätte beide, Özil und Gündogan, nicht mit zur WM nehmen sollen. Wobei, wäre Deutschland weitergekommen, hätte sich das ganze niemals so aufgepumpt.

  • 76 Meinemeinung 24.07.2018, 11:20 Uhr

    Herr Özil war eigentlich immer ersetzbar in der Nationalmannschaft, die Medien machten ihn besser als er war. Er hat sich nur für die deutsche Nationalmannschaft entschieden, weil die türkische Gurkentruppe im Fußball keine große Rolle spielt. Ich meine, dass jeder Türke, der sich nicht zu Deutschland bekennt, seinen deutsche Ausweis abgeben sollte und ggf. auch in die Türkei zurückkehren sollte. Vor Allem aber, nicht eine deutsche Regierung wählen darf. Es werden nur Türken gemieden, die erkennbar nur den deutschen Pass für ihre finanziellen Vorteile nutzen, sich als Türken aufführen und in ihren Clans hausieren.

  • 75 Rita Haupricht 24.07.2018, 10:22 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er beleidigend ist. (die Redaktion)

  • 74 Malocher 24.07.2018, 09:34 Uhr

    Was für ein Theater !! Fußball ist auch nur ein Spiel und Herr Özil ist ein Fußball Spieler sowie zig Tausende auch, es gab schon früher Austritte aus der National Manschaft und keiner hat da so ein Theater abgezogen um so Denken zu können muss man wohl in Reichtum schwimmen so ich gehe wieder Malochen sowie Hundert Tausende auch die Ihr Brot hart verdienen müssen und die keine Zeit haben für diese Propaganda Maschinerien hüben wie drüben.

  • 73 Jürgen Bauer 24.07.2018, 08:32 Uhr

    Ist Einbürgerung immer nur einseitig zusehen? Hat jemand schon mal Herrn Özil gefragt, warum er nie unsere Nationalhymne mitgesungen hat und warum hat er bei der Siegerehrung zur WM 2014 als einsiger sein Trikot der Nationalmannschaft ausgezogen und lief mit freiem Oberkörper rum?

    Antworten (1)
    • Weber 24.07.2018, 10:57 Uhr

      Lieber Jürgen Bauer, wieso soll das Singen unserer Hymne ein Kriterium sein ?

  • 72 Cristina 24.07.2018, 08:10 Uhr

    Özil wird grade nicht aufgrund seines Migrationshintergrunds kritisiert, sondern aufgrund seines Verhalten in Bezug auf Erdogan und der schlechten Leistung bei der WM. Andere "Promis" werden auch aufgrund ihrer Kontakte zu "dubiosen Persönlichkeiten" kritisiert, genauso wie die gesamte deutsche "Mannschaft" aufgrund ihrer schlechten Leistung kritisiert wird. Auch ich habe einen Migrationshintergrund und ich kann bestätigen, dass es in Deutschland Diskrimminierung gibt, genauso wie es sie in anderen Ländern gibt. Sich in dieser Situation als Opfer aufgrund von Diskrimminierung darzustellen, ist absolut lächerlich. Er sollte sein Verhalten als Ganzes mal für sich selbst überprüfen.

  • 71 Hase 24.07.2018, 07:35 Uhr

    So, ich denke Herr Erdogan hält sich vor Lachen den Bauch. Ich gehe einen Schritt weiter. Die Angelegenheit war abgesprochen. Und Herr Özil wird in der Zukunft mit einem Sonderstatus für sein Heimatland Türkei spielen. Gewinner ist Herr Erdogan. Die Deppen sind wir. Man lacht mal wieder über uns. Rein sportlich gab und gibt es durchaus Alternativen für Herrn Özil in der deutschen Nationalelf. Die Lücke ist nicht zu groß.

  • 70 Fohlin 24.07.2018, 06:55 Uhr

    Gibt es eigentlich nichts wichtigeres? Özil hat sich mit Erdogan ablichten lassen und ihn als "seinen Präsidenten" bezeichnet. Allein schon mit dieser Aussage hat er sich selbst disqualifiziert. Dann soll er doch zurücktreten! Ich hätte ihn schon gar nicht zur WM mitgenommen. Dann soll er doch für die Türkei spielen! Er ist nicht das Maß aller Dinge!

  • 69 Udo 24.07.2018, 06:23 Uhr

    Hier geht es doch nicht mehr um die Sache Özil, sondern um gezielte Stimmungsmache. Das er den Rücktritt erklärt hätte auch weniger theatralisch geschehen können. Vielmehr wird diese Situation immer weiter forciert, damit rechtsdenkende aber auch politisch motivierte Türken bei all diesen Diskussionen eine Plattform haben um sich gegen ausländische Mitbürger oder gegen Deutschland auszulassen. Er mag nicht mehr für dieses Land spielen, dann ist es so!!!