Duisburg: Obdachlose dürfen in Kirche schlafen

Obdachlose Menschen im Eingangsbereich der Kirche St. Peter

Duisburg: Obdachlose dürfen in Kirche schlafen

  • Obdachlose suchen Schutz vor Kälte
  • Kirche in Duisburg öffnet Türen
  • Pater fordert mehr Unterstützung

Es ist früh am Morgen. Die Temperaturen draußen liegen nur knapp über dem Gefrierpunkt. Im Eingangsbereich der Kirche St. Peter in Duisburg-Marxloh bietet sich ein eher ungewöhnliches Bild – Feldbetten stehen an den Seiten. Denn auch in diesem Jahr dürfen hier obdachlose Menschen die eiskalten Nächte verbringen.

Die Not ist groß

Pater Oliver dreht seine Runde und weckt seine "Gäste". Die Feldbetten und die Toilette hat die Stadt Duisburg gestellt. Essen, warme Decken und Kleidung gibt es von der Gemeinde. Doch er "braucht viel mehr Unterstützung", sagt der Pater. Eine Krankenschwester wäre gut, die die Wunden der Obdachlosen versorgt. Und einen beheizten Container. Denn auch in der Kirche ist es kalt.

Menschen teilen oft gleiches Schicksal

Pater Oliver berichtet von den Schicksalen der Menschen, die hier Schutz vor der Kälte suchen. Es sei schon erschreckend, sagt er. Viele Obdachlose hätten vorher voll im Leben gestanden, mit Beruf und Familie. Sie seien dann durch ein Ereignis, zum Beispiel eine Trennung, völlig aus der Bahn geworfen worden und hätten nicht mehr zurückgefunden.

Stand: 21.11.2019, 11:00