Projekt soll Kirchenumnutzungen vereinfachen

Die St. Elisabeth-Kirche in Münster ist jetzt eine Turnhalle

Projekt soll Kirchenumnutzungen vereinfachen

  • Leerstehende Kirchen sollen umgenutzt werden
  • Mindestens 1.500 Kirchen betroffen
  • Neue Initiative startet in Bochum

In Zukunft werden etwa 25 bis 30 Prozent aller Kirchengebäude leerstehen. Das sind die Schätzungen der Landesinitiative StadtBauKultur NRW. Deswegen hat sie am Donnerstag (14.02.2019) in Bochum das Projekt "Zukunft - Kirchen Räume" gestartet.

Internetseite soll Informationen bündeln

Das Projekt soll Gemeinden dabei helfen, Konzepte für ihre leer stehende Gebäude zu entwickeln, damit diese dann für andere Zwecke genutzt werden können. Nur acht Gemeinden werden dabei persönlich beraten. Alle weiteren können sich auf einer Internetseite informieren, wo beispielsweise Ansprechpartner zusammengefasst sein werden.

Wir stellen vor: Die Webseite "Zukunft - Kirchen - Räume"

WDR 3 Mosaik 14.02.2019 04:30 Min. Verfügbar bis 14.02.2020 WDR 3

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StadtBauKultur NRW will Kirchen vor Leerstand und Verfall schützen. Ein positiver Nebeneffekt: die Kirchen bleiben für das Stadtbild erhalten. Betroffen sind nach Schätzungen nämlich zwischen 1.500 und 2.000 Kirchen in ganz Nordrhein-Westfalen.

Erfolgreiche Umgestaltungen

Wohnkirche in Mönchengladbach

Wohnkirche in Mönchengladbach

Die Möglichkeiten für Umgestaltungen sind vielfältig und waren schon in der Vergangenheit erfolgreich. In Mönchengladbach wird eine Kirche zum Wohnen genutzt. In Bochum wurde die Marienkirche zum Musikforum umgestaltet, eine andere in Gelsenkirchen wird zum Veranstaltungszentrum.

Stand: 14.02.2019, 14:23

Kommentare zum Thema

3 Kommentare

  • 3 StadtBauKultur NRW 15.02.2019, 15:30 Uhr

    Nicht nur bei jenen Menschen, die Kirchen als christliche Räume begreifen, sondern auch bei vielen anderen, die mit dem Anblick eines Kirchengebäudes Erinnerungen und Heimat verbinden, ist der Erhalt der Räume ein Anliegen. Die große Resonanz auf das Projekt „Zukunft – Kirchen – Räume“ zeigt das. Hier geht es zur Website: https://www.zukunft-kirchen-raeume.de

  • 2 Beiker 15.02.2019, 09:11 Uhr

    Es ist schön zu sehen, dass Leben in die ehemaligen Gotteshäuser einzieht. Abrissbirne ist keine Alternative. Weiter so!

  • 1 Michael 15.02.2019, 08:15 Uhr

    Viele dieser Umnutzungen funktionieren leider nur in der Stadt. Ich habe selber erlebt, das die Berater für Kirchengebäude auf dem Land keinerlei brauchbare Ideen haben. Den Wohnraum, die Turmhalle, noch ein Kindergarten oder eine Grabeskirche braucht dort niemand.