Duisburg: Forscher wollen Wasserstoff-Autos massentauglich machen

Duisburg: Forscher wollen Wasserstoff-Autos massentauglich machen

Von Dominik Peters

  • Wasserstoffautos gelten als umweltfreundlich
  • Bundesweit derzeit 70 Wasserstoff-Tankstellen
  • Wasserstoff-Testfeld in Duisburg vorgestellt

Auf der Suche nach umweltfreundlichen Alternativen zu Diesel- und Benzin-Fahrzeugen könnte Duisburg eine Schlüsselrolle spielen. Die Universität Duisburg-Essen will Wasserstoff als Antriebsmittel weiter erforschen und die Technologie massentauglich machen.

Am Dienstag (25.06.2019) wurde in Duisburg ein deutschlandweit einzigartiges Testfeld vorgestellt. Es soll in den kommenden Monaten in Betrieb gehen.

Ziel: Schneller und sicherer tanken

In groß angelegten Versuchen am Zentrum für Brennstoffzellentechnik wollen die Forscher Qualität und Wirtschaftlichkeit von Wasserstoff verbessern. An einer Test-Tankstelle wollen sie außerdem erproben, wie sich das explosive Gas besser speichern lässt und wie es von der Zapfsäule schneller und sicherer in die Autos gelangen kann.

Der Einsatz Brennstoffzellentechnologie im Bereich Mobilität ist nicht neu. Die Forschung läuft seit Jahrzehnten. Das Prinzip: Mithilfe von Wasserstoff wird die elektrische Energie direkt im Motor erzeugt. Es benötigt keine Akkus.

Einige Autohersteller bieten bereits Wasserstoff-Autos für den regulären Straßenverkehr an. In NRW gibt es inzwischen unter anderem in Wuppertal, Münster, Köln, Aachen, Duisburg und Siegen Wasserstofftankstellen – bundesweit sind es derzeit gut 70.

Ziel: Aufbau einer geeigneten Infrastruktur

Das Forschungsprojekt solle dem "Aufbau einer geeigneten Wasserstoff-Infrastruktur für die Mobilität" dienen, sagt Christian Spitta vom Zentrum für Brennstoffzellentechnik in Duisburg. Es wird von Bund und Land unterstützt. Zur Vorstellung des Projekts ist auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet nach Duisburg gekommen.

Stand: 25.06.2019, 15:51

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