Neues Mobilitätskonzept: Schneller von A nach B im Ruhrgebiet

U-Bahn fährt in Duisburg durch die Haltestelle Auf dem Damm

Neues Mobilitätskonzept: Schneller von A nach B im Ruhrgebiet

  • Menschen sollen schneller von A nach B kommen
  • RVR wünscht sich gemeinsamen ÖPNV im Ruhrgebiet
  • Parkgebühren sollen dagegen steigen

Der Regionalverband Ruhr möchte, dass Menschen und Waren im Ruhrgebiet künftig schneller von Ort zu Ort kommen. Das hat er am Montag (09.09.2019) bei der Vorstellung eines neuen Mobilitätskonzepts für die gesamte Metropole Ruhr verdeutlicht.

Der Verband mit Sitz in Essen hat mehr als 20 Projektvorschläge zu zentralen Mobilitätsthemen entwickelt, die jetzt mit den Kommunen im Ruhrgebiet diskutiert werden sollen. Das Ziel: neue Impulse für eine städteübergreifende Verkehrsplanung.

Selbstfahrende Schiffe und gemeinsamer ÖPNV

Unter den Vorschlägen sind zum Beispiel selbstfahrende Schiffe auf Flüssen und Kanälen. So sollen Güter von der Straße auf unser dichtes Binnenschifffahrtsnetz verlagert werden.

Außerdem will der RVR den 53 Kommunen im Ruhrgebiet vorschlagen, einen gemeinsamen ÖPNV-Plan zu erarbeiten, der über die Stadtgrenzen hinausgeht. Ein anderes Ziel ist es, dass man mit einem Mobilitäts-Abo nicht nur Busse und Bahnen, sondern auch Leihfahrräder, Car-Sharing-Autos und E-Scooter benutzen kann.

Parkgebühren in den Innenstädten sollen steigen

Der Regionalverband Ruhr möchte in den Innenstädten mehr Platz für Fahrräder und Fußgänger schaffen. Deshalb will er mit den Kommunen auch über höhere Parkgebühren sprechen. Diese müssten flächendeckend erhöht werden, damit Autofahrer nicht zum Einkaufen in Nachbarstädte ausweichen. Die höheren Einnahmen könnten die Kommunen dann für den ÖPNV verwenden.

Stand: 09.09.2019, 15:53

Kommentare zum Thema

10 Kommentare

  • 10 Roger 10.09.2019, 19:28 Uhr

    Liebe Politiker, wenn nicht jetzt, wann dann?! Ärmel hochkrempeln und Pläne schmieden, die auch zeitnah umgesetzt werden können! EIN Verkehrsbetrieb ist vollkommen ausreichend, um ein, mit Metropolen vergleichbares System, zu errichten. Bitte auch an das nördliche Ruhrgebiet denken, in dem es ein Horror ist, mit dem ÖPNV quer von einer Stadt zur anderen Stadt zu gelangen! Bitte nicht an Pöstchen in den Aufsichtsräten der Verkehrsbetriebe denken sondern an das Klima und die genervten Menschen!

  • 9 Hannes K. 10.09.2019, 14:04 Uhr

    Einiges kann ich zu Fuß erledigen, sonst richte ich mich nach Parkmöglickeiten, nicht nach Entfernung. Dann macht der letzte im Ruhrgebiet das Licht aus, der Onlinehandel und Einkaufszentren mit kostenlosen Parkplätzen irgendwo weit weg auf der grünen Wiese bekommen die Kunden. Wenige Gramm Plastiktüte sind dank EU kostenpflichtig, dank GroKo bald verboten und gefühlt Kiloweise Verpackungsmüll für Onlinehandel ist kostenlos, schlimmer sind Arbeitsbedingungen der Paketboten. Man kann auch kostenlose Parkplätze zum Einkauf in der Innenstadt anbieten. Man muss ja nicht direkt in der Stadt parken, am Stadtrand ist genug Platz und ein kostenloser Buszubringer kann für den Weitertransport sorgen. Dortmund hatte in der Weihnachtszeit mal so ein Modell. Kostenloser Nahverkehr würde in Grenzen auch gehen, stopft man die Löcher durch EU-Steuerdumping. Zur Zeit zahlen wir mit Steuerausfällen für den kostenlosen Nahverkehr in Luxemburg; wir sollten mehr über Dexit als über Brexit reden.

  • 8 Holliday 10.09.2019, 13:27 Uhr

    Es lässt sich absehen: das Einzige, was von den Vorschlägen umgesetzt wird: die Erhöhung der Parkgebühren. Es ist nämlich immer das Gleiche: etwas Anderes als dem Bürger immer neue bzw. höhere Gebühren und Abgaben aufzuerlegen fällt den Verantwortlichen nicht ein. - Es ist ein Trauerspiel!

  • 7 Ruhri 10.09.2019, 12:34 Uhr

    Hoffentlich bleibt es nicht nur bei Lippenbekenntnissen! Doch die Partikularinteressen und gutdotierten Posten der ganzen Städte, Kommunen und Kreise im RVR und Ruhrgebiet allgemein lassen mich an den Aussagen zweifeln, dass es e i n e n oder gar einen a b g e s t i m m t e n ÖPNV irgendwann geben wird. Solange dieser nicht zentral organisiert und gesteuert wird - siehe RATP im Großraum Paris oder selbst der Prager ÖPNV (U-Bahnen im 90s-Takt zur Spitzenzeit !) - werden viele Transfers zu lang und Stadtgrenzen überwindende Fahrten weiterhin ein Albtraum bleiben! Und niemanden zur Nutzung von ÖPNV motivieren. RVR und Ruhrgebiet, es wird wirklich Zeit !

  • 6 Gabi 10.09.2019, 11:27 Uhr

    Für den Anfang fände ich eine bessere Vernetzung und Taktzeiten von Bussen und Bahnen, sowie mehr Verlässlichkeit mehr als dringlich. E-Scooter sind aus meiner Sicht ökologischer Mode-Unsinn. Nicht nur der Stromverbrauch beim Fahren, sondern das diese Geräte abends oder nachts von Fahrzeugen eingesammelt und aufgeladen werden müssen, treiben die Energieverschwendung in die Höhe. Die Wege, die man damit zurück legen kann, kann man auch normal zu Fuß oder per Fahrrad erledigen. Oder halt mit einem besser ausgebauten ÖPVN-Netz ;-)

  • 5 Emscherhusar 10.09.2019, 09:07 Uhr

    Ein neues Mobilitätskonzept ist dringend notwendig damit das Ruhrgebiet nicht noch weiter zurückfällt. Obwohl in fast allen Ruhrgebietsstädten SPD Oberbürgermeister das Sagen hatten ist in in der Verkehrsinfrastuktur von den Genossen über Jahrzehnte kaum etwas getan worden. Ja, man hat die Zeit verschlafen. Hoffen wir, dass uns die roten Apparatschiks nun auch für Jahrzehnte erspart bleiben. Glück Auf

    Antworten (1)
    • Conni 10.09.2019, 16:42 Uhr

      Ja, die roten Parteibonzen haben nicht nur nichts für die Verkehrsinfrastruktur getan sondern auch sonst unsere Städte an der Ruhr total vergammeln lassen. Kriminelle Clans konnten sich bilden. Immer mehr Polizei wurde abgebaut. Die Bildung wurde stark vernachlässigt, mit der Folge, dass es heute nirgendwo in Deutschland so viele Analphabeten gibt wie bei uns an der Ruhr. Jetzt suchen sie die Schuld bei anderen. Das nennt man Heuchelei für die sie sich schämen sollten.

  • 4 Toddy 10.09.2019, 08:13 Uhr

    Die Kleinstaaterei bei den Verkehrsbetrieben der Städte muss beendet werden. Ein Verkehrsbetrieb mit Zuszändigkeit für das gesamte Ruhrgebiet, unter Aufsicht des RVR, mit überkommunalen Befugnissen und Konzepten und lediglich einem Aufsichtsrat reicht aus!

  • 3 Angelika Birschel-Ammann 10.09.2019, 08:12 Uhr

    ENDLICH DIESER GUTE ANSATZ UND DIESE GUTEN VORSCHLÄGE! BITTE DIE SCHWERBEHINDERTEN DABEI NICHT VERGESSEN! FREUNDLICHST A. BIRSCHEL-AMMANN:-)

  • 2 Kirsten 10.09.2019, 07:56 Uhr

    Der Vorschlag ist alt und die Umsetzung kommt Jahrzehnte zu spät. Hoffentlich wird es jetzt, endlich dazu kommen, dass das Ruhrgebiet sich als Metropole darstellt und nicht als zufällige Ansammlung verschiedener Verkehrssysteme und Methoden

  • 1 isso 09.09.2019, 17:24 Uhr

    "Schneller" ist gut gemeint, nützlicher wäre "dass".

    Antworten (2)
    • Klaudia Kronauge 09.09.2019, 22:00 Uhr

      Genau; das Problem im Ruhrgebiet ist nicht dieLangsamkeit eines ÖPNV, sondern das gefühlte Nichtvorhandensein desselben.

    • ÖPNV-Nutzer 10.09.2019, 09:52 Uhr

      Na, jetzt aber mal halblang. Ganz klar, der ÖPNV im Ruhrgebiet hat sicherlich erhebliches Verbesserungspotential, vor allem in Nord-Südrichtung. Aber dass er nicht vorhanden wäre, ist maßlos übertrieben. In der Regel sind die Linien im 10 Minutentakt, bei der DB im 20 - 30 Minutentakt ausgelegt. Auf Streckenabschnitten mit mehreren Linien ist das sogar deutlich dichter. Also sooooo schlecht funktioniert das hier nicht.