Die Elektroschocker liegen ähnlich wie eine Pistole in der Hand und sind knallgelb.

Polizei in Essen: Elektroschock-Pistolen gehören jetzt zur Grundausrüstung

Stand: 18.03.2022, 15:54 Uhr

Die sogenannten Distanzelektroimpulsgeräte gehören ab sofort zur Grundausstattung der Essener Polizei. Die Geräte sollen vor allem abschrecken.

Mit ihrem knallgelben Aussehen erinnern die Distanzelektroimpulsgeräte, kurz "Deig", rein optisch ein wenig an eine Wasserpistole. Ganz aber die Wirkung. Die Geräte sollen laut Polizei vor allem dafür sorgen, dass es weniger Angriffe auf Einsatzkräfte gibt. Eine einjährige Testphase habe gezeigt, dass die Geräte eine abschreckende Wirkung haben, so ein Sprecher der Polizei.

Vorteile im Einsatz überwiegen

Außerdem sei ein Vorteil, dass die Verletzungen durch das elektronische Gerät weniger gravierend sind als durch eine Schutzwaffe oder einen Schlagstock. Sie gehören deshalb jetzt zur Grundausrüstung der Beamten. Die Essener Polizei hatte die Geräte am Freitag vorgestellt.

Auch in Dortmund, Düsseldorf, Duisburg und Köln soll es die neuen Deig bald geben. Dort würden Polizisten besonders oft angegriffen werden, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul. Insgesamt wurden über 600 Elektroschock-Pistolen für die fünf Städte angeschafft.

Polizisten müssen geschult werden

Nach und nach werden jetzt alle Polizisten in Essen für den Umgang mit dem Deig geschult, sagt Detlev Köbbel von der Essener Polizei. Dafür müsse man sich erst einmal mit dem Gerät und mit der Technik vertraut machen, denn das Deig schieße zwei Pfeile ab. "Dann muss man natürlich auch wissen, in welchen Situationen man das Deig überhaupt einsetzen kann. Und die Handlungssicherheit ist natürlich für uns und auch für das polizeiliche Gegenüber von besonderer Bedeutung", so Köbbel weiter. Und eben das werde jetzt trainiert.

Über dieses Thema berichten wir am 18.03.2022 auf WDR 2 Rhein und Ruhr.