Bochumer entwickeln Messmethode für Lachgas

Kläranlage Düren

Bochumer entwickeln Messmethode für Lachgas

  • In Kläranlagen entsteht klimaschädliches Lachgas
  • Filterung teuer und zeitaufwendig
  • Forscher entwickeln neues Verfahren

Forscher der Ruhr-Universität Bochum haben ein neues Verfahren zum Messen von Lachgas im Wasser entwickelt. Die Methode soll in Kläranlagen zum Einsatz kommen. Das dort entstehende Lachgas ist 256-mal klimaschädlicher als CO2.

Bisherige Methoden aufwendig und teuer

Das Lachgas entsteht durch Bakterien im Klärprozess, als Nebenprodukt während der biologischen Reinigung des Abwassers. Sauerstoff wird dabei zugegeben, damit die Bakterien das Abwasser reinigen. Sollte zum Beispiel zu wenig Sauerstoff hinzugegeben werden, kann der Stoffwechsel der Bakterien nicht richtig funktionieren und so Lachgas entstehen.

Für die Kläranlagenbetreiber ist es daher wichtig, dass zum einen die Abwasserreinigung funktioniert und zum anderen auch die Emissionen von Treibhausgasen möglichst gering bleiben. Die in Bochum von Pascal Kosse am Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft und Umwelttechnik entwickelte Methode ist ein Werkzeug, um Lachgas auf einer Kläranlage zu messen.

Stand: 21.11.2017, 11:51