Neue Long-Covid-Station in Gelsenkirchen

Eine Frau hält sich die Hand an die Schläfen.

Neue Long-Covid-Station in Gelsenkirchen

Menschen, die auch nach Monaten noch an den Folgen einer COVID-19-Erkrankung leiden, sollen bald in den Evangelischen Kliniken in Gelsenkirchen Hilfe bekommen.

Für viele Menschen bedeutet eine Corona-Infektion ein längerer Leidensweg. Denn oft sind Patienten nach Corona schwach oder leiden noch länger unter Symptomen wie Kopfschmerzen oder Atembeschwerden. Das sogenannte "Long Covid". Die Kliniken in Gelsenkirchen wollen den Betroffenen nun verstärkt helfen.

Das vom Diakoniewerk geführte Krankenhaus will im August eine Long-Covid-Anlaufstelle öffnen. Die besondere Idee dabei: Verschiedene medizinische Fachrichtungen arbeiten eng zusammen.

Patienten soll dreifach geholfen werden

Das Konzept besteht konkret aus drei Elementen. Die Patienten werden zum einen stationär gewissermaßen komplett auf den Kopf gestellt. Es werden zum Beispiel die Lunge, das Herz oder auch die Nerven untersucht und Probleme gegebenenfalls behandelt.

Wie lebt es sich mit Corona-Spätfolgen? Planet Wissen 21.01.2021 05:01 Min. UT Verfügbar bis 21.01.2026 WDR Von Chantal Beil

Zusätzlich gibt es ein psychologisches Angebot. Wenn nötig, werden beispielsweise Gruppen- oder Einzeltherapie angeboten. Patienten, die aufgrund von Long Covid länger krankgeschrieben sind oder mit Erwerbsminderung umgehen müssen, können außerdem Unterstützung vom Sozialdienst bekommen.

Intensive Forschung in Gelsenkirchen

Außenansicht auf das Gebäude der Evangelischen Kliniken Gelsenkirchen

Die Evangelischen Kliniken in Gelsenkirchen

In den Evangelischen Kliniken Gelsenkirchen untersucht man schon länger das Phänomen Long Covid. Erst im Juni hatte der Chefarzt der Klinik für Neurologie, Frührehabilitation und neurologische Komplexbehandlung im Gesundheitsausschuss im NRW-Landtag dazu Bericht erstattet.

Er betonte dabei, dass vieles bei Long Covid noch unklar sei, dass chronische Schäden von Organen aber oft nicht das Problem seien. Darum sei unter anderem eine psychologische Behandlung bei Patienten ratsam. So, wie sie jetzt auch in der künftigen Anlaufstelle in Gelsenkirchen unter anderem geplant ist.

Stand: 19.07.2021, 16:57