Straßenkriminalität: Neue Videobeobachtung in Essen?

Überwachungskameras auf der Security Messe in Essen

Straßenkriminalität: Neue Videobeobachtung in Essen?

  • Stadt denkt über neue Videobeobachtung nach
  • Computer reagieren auf Schlagen oder Treten
  • Polizei wird automatisch alarmiert

Die Stadt Essen überlegt derzeit eine neue Form der Videobeobachtung einzuführen. Sie soll dabei helfen, Straßenkriminalität besser zu bekämpfen. Ein Computerprogramm wertet dafür Kamerabilder von öffentlichen Orten aus und gibt die Informationen an die Polizei weiter.

Computer reagieren auf Schlagen oder Treten

Ziel der Beobachtung ist, dass Computer mittels künstlicher Intelligenz bestimmte Verhaltensmuster automatisch erkennen, die auf Straftraten hindeuten - etwa Schlagen, Treten oder Hinfallen. Ein Beamter im Führungs- und Lagezentrum soll dann alarmiert werden und entscheiden, ob ein Einsatz nötig ist.

Videoüberwachung in Essen: 50 Prozent weniger Straftaten

WDR 2 | 16.03.2018 | 03:29 Min.

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Ordnungsdezernent will System prüfen

Seit Anfang Dezember wird das europaweit einzigartige Pilotprojekt in Mannheim getestet. Jetzt will sich der Essener Ordnungsdezernent Christian Kromberg das System vorführen lassen. Er will dann darüber entscheiden, ob es zukünftig auch in Essen installiert wird.

Bevor es dazu kommt, müsse laut Kromberg aber erst geprüft werden, ob es rechtlich möglich ist, ein solches System zu installieren. Es gehe dabei auch um den Datenschutz. Aber auch auf politischer Ebene habe man noch nicht entschieden, ob man eine solche Ausweitung im Sicherheitsbereich haben wolle, so Kromberg.

Stand: 10.01.2019, 10:34