Nach Messerattacke: Mehr Jugendarbeit in Dortmund-Hörde

Nach Messerattacke: Mehr Jugendarbeit in Dortmund-Hörde

  • Stadt Dortmund zieht Konsequenzen aus tödlicher Messerattacke
  • Sie setzt auf mehr Sozialarbeit in Hörde
  • Neuer Jugendtreffpunkt soll vor November entstehen

Nach einem Streit unter Teenagern und der tödlichen Messerattacke auf eine 15-Jährige in Dortmund will die Stadt mehr Sozialarbeiter in Hörde einsetzen. Am Freitag (23.03.2018) stellte sie mobile Jugendarbeitsprojekte vor.

Der Tatort im Parkhaus am Hörder Bahnhof hat sich zu einem verkehrsgünstig gelegenen Treffpunkt für Jugendliche aus der ganzen Stadt entwickelt. Deshalb wurde als erster Schritt die Zufahrt zum Parkdeck ab 22.30 Uhr geschlossen. Polizei und Ordnungsamt sind zudem öfter unterwegs im Viertel.

Erfolgreiches Jugendprojekt "Rampe" wiederbeleben

Mit dem Projekt "Rampe II" setzt die Stadt noch vor den Sommerferien auf mehr mobile Jugendarbeit. Sozialarbeiter steuern Treffpunkte gezielt an und machen Gesprächs- und niederschwellige Freizeitangebote. Zielorte sind neben dem Hörder Zentrum auch die bei Jugendlichen beliebten Treffpunkte auf Phoenix West, am Phoenix-See und am neu entstehenden "You Point".

Ein ähnliches Projekt gab es in Hörde bereits von 2012 bis 2014. Danach wurde es eingestellt, weil kein Geld mehr da war und die Streetworker so erfolgreich waren, dass ihre Arbeit nicht mehr für nötig gehalten wurde.

Neues Jugendzentrum "You Point"

Bisher fehlt ein Treffpunkt für Jugendliche im Umkreis des Phoenix-Sees. Bis November 2018 soll er auf einer Fläche an der Brücke B 236 N entstehen mit verschiedenen Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten - bis hin zur Nutzung von Medien. Jugendliche waren an der Planung von "You Point" beteiligt.

Stand: 23.03.2018, 15:34