BGH bestätigt: Mutter aus Lünen muss ins Gefängnis

BGH bestätigt: Mutter aus Lünen muss ins Gefängnis

  • Berufung gegen Urteil des Landgerichts eingelegt
  • BGH bestätigt Haftstrafe gegen Mutter aus Lünen
  • Säuglinge sind 2010 und 2012 gestorben

Eine Frau aus Lünen muss für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis, weil sie ihre beiden Kinder schwer misshandelt hat. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschieden und damit ein Urteil des Dortmunder Landgerichts bestätigt, wie eine Sprecherin des BGH am Dienstag (09.07.2019) mitteilte.

Kinder 2010 und 2012 gestorben

Die Kinder waren 2010 und 2012 gestorben, Marie wurde sechs Monate, Emma drei Wochen alt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sie nicht richtig versorgt worden waren.

Bereits im September 2018 war die damals 35-jährige Mutter daher wegen schwerer Misshandlung durch Unterlassung verurteilt worden. Dagegen hatte die Frau Berufung eingelegt.

Todesursache konnte nicht mehr festgestellt werden

Bei einem Wohnungsbrand Ende 2012 waren die Knochen der toten Säuglinge entdeckt worden. Die Todesursache konnte nicht mehr festgestellt werden.

Die Richter mussten also davon ausgehen, dass theoritisch auch eine Infektion oder ein plötzlicher Kindstod als Todesursache in Frage käme. Daher kam keine Verurteilung wegen Totschlags oder Körperverletzung mit Todesfolge in Frage.

Stand: 09.07.2019, 07:56