Mülheimer Hochwasserhelfer sammeln tonnenweise Müll

Freiwillige räumen Ruhrufer auf

Mülheimer Hochwasserhelfer sammeln tonnenweise Müll

Mit Greifzangen und Mülltüten waren am Wochenende freiwillige Helfer an der Ruhr in Mülheim unterwegs. Rund 20 Tonnen Müll haben sie vom Ufer gefischt – aber leider nicht nur.

Es war eine Gemeinschaftsaktion nach dem Hochwasser und die Bilanz kann sich sehen lassen. Mehr als vierzig ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben am Wochenende in Mülheim an der Ruhr den Müll vom Ufer der Ruhr entfernt. Mit Greifzangen haben sie ganze Uferböschungen abgegrast. Zum Vorschein kamen riesige Mengen Plastik, Schutt oder Autoreifen, die das Hochwasser angespült hat.

Tierkadaver sorgen für gruselige Stimmung

Tote Tiere nach Hochwasser im Ruhrgebiet

Auch dieses Rehkitz ist verendet

In den Auenwiesen fanden die Helfer aber auch einige Kadaver von Tieren, die das Hochwasser nicht überlebt haben. Dazu zählen mehrere Rehkitze, Igel, Enten und Fische. Der Verein "4330 hilft" als Organisator der Aktion informierte das Veterinäramt, das die Kadaver nun abholt.

Am Ende hatten die Helfer fast 20 Tonnen Müll aufgesammelt und in vom städtischen Entsorgungsunternehmen kostenlos bereitgestellte Cotainer geworfen.

Kühe können auf Weide zurück

Und die Initiative hat noch eine weitere gute Tat vollbracht. Sie haben einem Mülheimer Landwirt unter die Arme gegriffen und eine Weide zum Grasen seiner Kühe von Müll befreit. Jetzt können die Tiere nach zwei Wochen endlich wieder auf ihre Wiese zurück. Zwischenzeitlich waren sie beim Nachbarn auf der Weide untergekommen.

Damit sind die Ufer entlang der Ruhr nach dem Hochwasser wieder einigermaßen sauber. Auch in Essen und Witten gab es bereits ähnliche Aufräumaktionen von freiwilligen Helfern.

Stand: 02.08.2021, 11:50