Mülheimer stimmen für Erhalt der VHS

Luftaufnahme des Gebäudes der Volkshochschule in Mülheim an der Ruhr

Mülheimer stimmen für Erhalt der VHS

  • Mülheimer wollen Sanierung der VHS
  • Volkshochschule seit 2017 geschlossen
  • Stadt: Umsetzung wird dauern

Bei einem Bürgerentscheid in Mülheim hat sich am Sonntag (08.10.2019) eine Mehrheit für den Erhalt der Volkshochschule ausgesprochen. Fast 66 Prozent stimmten dafür, dass VHS-Grundstück und -Gebäude im Besitz der Stadt bleiben und der Betrieb wieder aufgenommen werden soll. Die wichtigsten Antworten dazu:

Warum kam es zu dem Bürgerentscheid?

Die VHS in der Parkanlage MüGa ist seit September 2017 wegen Brandschutzmängeln geschlossen. Bereits früh hatte sich eine Bürgerinitiative gegründet, die sich seitdem für die Sanierung einsetzt. Der alte Standort sei besser geeignet für die Erwachsenenbildung.

Sie geht von Kosten in Höhe von rund zwei Millionen aus, um die Brandschutzmängel zu beseitigen. Die Stadt hingegen spricht von mindestens 22 Millionen Euro - plus Betriebskosten und Rückzahlung der Kredite.

Welche Alternativen gibt es?

Die VHS ist seit der Schließung in angemieteten Räumen an der Aktienstraße untergebracht. Die Stadt würde diese Lösung gerne beibehalten. Dozenten kritisieren aber, dass es sich nur um einen funktionalen Bau handle und nicht um eine Begegnungstätte wie in der MüGa.

Wie geht es mit der VHS weiter?

"Der Wähler hat entschieden, das Ergebnis ist jetzt umzusetzen", sagte Oberbürgermeister Ulrich Scholten. Sobald der Rat das amtliche Endergenis am 10. Oktober festgestellt habe, werde die Verwaltung "danach unverzüglich mit der Umsetzung beginnen, die aber nicht von heute auf morgen geht".

DIe Stadt schätz, dass frühestens in fünf Jahren der Betrieb in den sanierten Gebäuden wieder aufgenommen werden könnte.

Stand: 07.10.2019, 10:04