MSV Duisburg: Warnung vor Schwarzmarkt-Tickets

Schwarzmarkt

MSV Duisburg: Warnung vor Schwarzmarkt-Tickets

  • Fans mit Schwarzmarkt-Tickets bleiben draußen
  • Verkäufer verstößt gegen Geschäftsbedingnungen
  • Verbraucherzentrale hat Ticketportale im Visier

Für einen Fußballfan ist es ein Albtraum. Da hat man im Internet eine sehr teure Karte für ein Spitzenspiel ergattert, nimmt möglicherweise noch eine lange Reise in Kauf und dann kommt man am Spieltag trotzdem nicht ins Stadion. Genau das könnte aber einigen MSV-Fans beim Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli am Sonntag (10.12.2017) passieren.

Kein Einlass mit Tickets von Viagogo und Co.

Der FC St. Pauli schreibt auf seiner Internetseite: "Leider müssen wir auch in dieser Saison feststellen, dass Eintrittskarten des FC St. Pauli zu erhöhten Preisen auf nicht autorisierten Ticketing-Plattformen gehandelt werden." Genannt wird in diesem Zusammenhang auch das Spiel gegen den MSV Duisburg. Tickets, die laut Verein zum Beispiel über "Viagogo" oder "eBay" gekauft wurden, sind gesperrt. Weitere nicht autorisierte Plattformen sind demnach "eBay Kleinanzeigen", "Ticketbande" und "Ticketpool".

Verkäufer bricht Vertrag

Das Problem bei solchen Tickets: Der Verkäufer unterliegt nach Angaben des FC St. Pauli den Allgemeinen Ticket-Geschäftsbedingungen. Darin steht, dass der Weiterverkauf von Tickets zu erhöhten Preisen über nicht autorisierte Plattformen verboten ist. Der Verkäufer begeht laut Verein mit dem Vertrieb also Vertragsbruch – der geprellte ist der Käufer.

Verein biete Hilfe an

MSV-Fans, die eine Karte über eines der genannten Online-Portale gekauft haben, können sich direkt beim FC St. Pauli melden. "Wer keine böse Überraschung am Heimspieltag erleben möchte, möge sich schriftlich an das Kartencenter des FC St. Pauli wenden", schreibt der Verein auf seiner Internetseite.

Verbraucherschützer haben "Viagogo" im Visier

Die Verbraucherzentrale Bayern hat "Viagogo" erst dieses Jahr abgemahnt. Die Verbraucherschützer kritisieren vor allem, dass das Unternehmen nicht als Ticketbörse, sondern als offizielles Ticket-Verkaufsportal auftritt. "Auf diese Weise täuscht das Unternehmen die Nutzer über wesentliche Merkmale seiner Dienstleistung", heißt es. Mittlerweile gebe es Beschwerden von Kunden aus acht Bundesländern.

Stand: 07.12.2017, 18:16