Aaron Opoku

Nach Spielabbruch: Ermittlungsverfahren im "Fall Opoku" eingestellt

Stand: 25.01.2022, 15:20 Uhr

Nach dem Abbruch des Drittliga-Spiels zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück hat die Staatsanwaltschaft Duisburg das Ermittlungsverfahren gegen einen Zuschauer eingestellt.

Der Beschuldigte hatte im Verdacht gestanden, VfL-Profi Aaron Opoku während des Spiels am 19. Dezember 2021 rassistisch beleidigt zu haben. Ein hinreichender Tatverdacht könne nicht begründet werden, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

"Vorwurf einer rassistischen Beleidigung nicht bestätigt"

Zuvor hatte bereits der Staatsschutz der Duisburger Kriminalpolizei die Untersuchungen gegen den Zuschauer mit dem Hinweis abgeschlossen, dass sich der Vorwurf einer rassistischen Beleidigung nicht bestätigt habe.

"Wir nehmen Vorwürfe dieser Art sehr ernst. Natürlich sind die Beteiligten emotional stark betroffen, das ist ja verständlich. Darum haben wir intensiv ermittelt und eine zweistellige Anzahl von Zeugen vernommen und alle optischen und akustischen Aufzeichnungen des Spiels ausgewertet. Die Vorwürfe haben sich jedoch nicht bestätigt", erklärte Staatsanwalt Martin Mende.

Partie Duisburg gegen Osnabrück war abgebrochen worden

Der Sachverhalt stelle sich so dar, dass der Spieler Florian Kleinhansl eine Ecke für die Mannschaft des VfL Osnabrück ausführen wollte und sich Mannschaftskollege Opoku der Eckfahne näherte. In diesem Moment sei es zu dem Ausruf gekommen. Schiedsrichter Nicolas Winter hatte die Partie zunächst unter- und danach abgebrochen. Dem Beschuldigten konnte nicht nachgewiesen werden, dass er den Spieler Opoku gemeint habe. Dies erklärte der Beschuldigte auch selbst. Der offensichtlich tatsächlich angesprochene Kleinhansl hat keinen Strafantrag gestellt.